Die zweite Vorabsingle geht dem gleichnamigen Studioalbum voraus, das am 24. April erscheint. Taylor Hawkins' Tod prägt die Foos noch immer.
Seattle (ebi) - So hat man die Foo Fighters selten gehört: eine treibende Four on the floor-Bassdrum im Intro, die in einen tanzbaren Groove übergeht, verzerrte, eher eintönige und etwas theatralisch vorgetragene Lyrics, ein angeschrägtes Gitarrensolo und ein insgesamt eher krachiges Soundgewand. Man denkt an alte, linear aufgebaute Punkrock/Garagerock-Stücke - bevor Dave Grohl nach zwei Dritteln des Songs doch noch die Hook auspackt.
"Your Favorite Toy" klingt in der Tat frisch und setzt offenbar den Ton für das kommende, gleichnamige Studioalbum, wie der Bandchef betont: "Es fühlt sich neu an. Nach über einem Jahr des Experimentierens mit verschiedenen Sounds sind wir darauf gestoßen. Es war die Zündschnur für das Pulverfass an Songs, die wir schließlich für dieses Album aufgenommen haben".
Insofern dürfen die Fans mit einer wohl eher heavy veranlagten Platte rechnen, präsentierte doch schon der erste Vorabtrack "Asking For A Friend" eine härtere Gangart.
Taylor Hawkins' Tod prägt die Band
Und noch immer wirkt der unerwartete Tod Taylor Hawkins' vor vier Jahren in die Band hinein: "Er war unser Bruder. Er war unser bester Freund. Nach Taylors Tod weiterzumachen war wirklich kompliziert, nicht nur für uns, sondern für jeden Schlagzeuger, der kommen würde, um in seine Fußstapfen zu treten", so Grohl vor kurzem in der "The Zane Lowe Show" auf Apple Music 1, und weiter: "Wir spüren ihn immer noch sehr stark. Wir reden jeden verdammten Tag über ihn."
Das zwölfte Studioalbum der Foo Fighters, der Nachfolger von "But Here We Are", erscheint am 24. April. Im Sommer treten die Foo Fighters auch im deutschsprachigen Raum auf.
Die "Your Favorite Toy"-Tracklist:
- "Caught In The Echo"
- "Of All People"
- "Window"
- "Your Favorite Toy"
- "If You Only Knew"
- "Spit Shine"
- "Unconditional"
- "Child Actor"
- "Amen, Caveman"
- "Asking For A Friend"



















3 Kommentare
Ist ein solider Song, aber da ich mit der Band allgemein wenig anfangen kann, packt er mich nicht wirklich.
Die beste Dokumentation dafür, wie egal diese Band mittlerweile ist, ist der Fakt, dass es zu dem neuen Song nach einem Wochenende hier genau einen Kommentar gibt. Wurde sich vor nicht allzu langer Zeit nach VÖ der FF immerhin noch das Maul über diese zerrissen, scheinen selbst kritische Zeilen die Mühe nicht mehr wert zu sein. Einfach, weil es niemanden mehr interessiert. Irgendwie traurig, berücksichtigt man, dass die mit the Color & the Shape, One by One und Wasting Light in drei Jahrzehnten Maßstäbe gesetzt haben.
Bin ich der einzige, der bei dem Song stark an Oasis denken muss?