Chaos in Düsseldorf

Als 'schwierige Beziehung' würden viele Fans wohl auch das System Of A Down-Konzert in Düsseldorf beschreiben. Die Band weihte am 10. Juli den in der Nähe der Merkur Spiel Arena gelegenen neuen Open Air Park ein, wo demnächst auch noch One Republic und Pitbull auftreten sollen. Der Einstand lief allerdings gar nicht gut, zumindest in logistischer Hinsicht. Die Band lieferte fulminant ab, musste ihr Set wegen stockender Anreise und dementsprechend noch zahlreichen draußen wartenden Besucher:innen um eine halbe Stunde nach hinten verschieben. Die Auftritte der Supportacts Acid Bath und Queens Of The Stone Age verpassten viele unfreiwillig komplett.
Auf dem Instagram-Kanal des Open Air Parks ließen die Ticketinhaber:innen ihrem Ärger nach der Show freien Lauf. Einige berichteten von mehreren Stunden Stau bei der Parkplatzanfahrt, andere beschwerten sich über teils nicht vorhandene Sicherheitskontrollen und Nadelöhrsituationen. So wurden etwa alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisenden Konzertgänger:innen von der U-Bahn noch rund 25 Minuten lang einen engen Pfad entlanggeschleust, bis man endlich am eigentlichen Gelände ankam. Auf der Rückreise kam es an derselben Stelle teils zu mehrstündigen Wartezeiten. Parkplätze wurden derweil angeblich fehlerhaft befüllt, sodass Leute, die eigentlich Tickets für einen nah am Eingang gelegenen Parkplatz gebucht hatten, auf einem ganz anderen landeten.
In der Venue kam es zu extrem langen Wartezeiten bei den Getränkeständen, Softdrinks waren teilweise schon vor Start System Of A Downs ausverkauft, vorhandene Wasserstellen nicht ausgeschildert. Die Liste ist lang.
Zu allem Überfluss kam auch noch eine große Bahnstörung auf der Strecke zwischen Düsseldorf und Köln dazu, was die Verkehrssituation sicherlich nicht entzerrte ...

1 Kommentar mit einer Antwort
Ja es war nicht alles perfekt. Aber der Sound war fett und laut, die Beschwerden über die Kontrollen kann ich nicht verstehen, denn ich geh davon aus, dass sie sich beeilt haben auf Grund der schwierigen Anreise. Es wurde mit den Hand-Metalldetektoren gearbeitet und in den Rucksack geschaut. War halt nicht die klügste Idee ein neues Event direkt mit 80.000 Leuten voll auszuverkaufen.
Vielleicht können die Leute den Sound gar nicht beurteilen, weil sie es gar nicht rechtzeitig aufs Gelände geschafft haben. Bei QOTSA ist der Frust da möglicherweise extra groß, die haben durchaus Anhänger.