Man möchte die Gorillaz ja mehr mögen, als die letzten Veröffentlichungen es erlaubten. Das musikalische Genie der Truppe steht außer Frage, das enge Gefüge des Quartetts schien durch die Vielzahl der Gäste auf "Song Machine" und dem faktisch dazugehörigen "Cracker Island" aber unnötig verzerrt.
Das Projekt läuft umso mehr auf Autopilot, umso mehr die Beteiligten versuchen, es mit Gästen aufregender zu machen. Entsprechend gibts auch nach Alben 1 & 2 keinen einzigen Track der Gorillaz, der einem Durchschnittshörer für ne Playlist einfallen würde.
"Plastic Beach" war stellenweise ganz cool. Aber ich würde gerne mal auf einem Track Gründe dafür hören, warum es das Projekt überhaupt noch gibt, nicht nur in den Promotexten über die Hintergründe.
Ja, gute Ausnahme. "Plastic Beach" kann noch n bissl was, wie gesagt. Bei den Massen an Material nach den ersten beiden Alben ist es nur ziemlich erstaunlich, dass da quasi nix im Kollektivgedächtnis hängen geblieben ist.
Ich habe die Gorillaz als nie so "mainstreamig" angesehen, dass ich denken würde, dass von der Musik viel im Kollektivgedächtnis hängen bleiben würde. Von Miles Davis kennen die Menschen auch nur "So What" und "Tutu". Und das sind vermutlich nicht mal viele.
Ah, okay, so kann mans lesen. Die ersten beiden Alben waren demnach poppig und catchy genug, um im Mainstream anzukommen und zeitlose Klassiker zu werden. Und danach war der Output einfach ungefilterter, untergrundiger, ungeschliffener.
Entsprechend passt die Zielgruppe, die sie mit ihren Anfängen gewonnen hatten, und die ihnen noch immer die Säle füllt, gar nicht mehr so recht zu den heutigen Gorillaz.
Ich werde den Eindruck trotzdem nicht los, die veröffentlichen konsequent mit jedem Album skizzenhaftes Wegwerfmaterial, sozusagen als kreatives Outlet für Stücke, die z.B. für Albarns Hauptprojekte nicht gut genug sind. Ein Gast wird eingeladen und spielt/singt spontan ein paar Strophen ein. Jo, reicht, gut genug, danke, schön dich zu treffen, wird veröffentlicht.
Gute Rezension und Bewertung - ich finde auch, es sind viele schöne Ideen drauf, aber es mangelt an der Homogenität. Man hätte das Album vielleicht in zwei Hälften teilen sollen: eine „indische“ und eine mit den westlichen Features. Die Gesangparts von Damon Albarn haben seit einiger Zeit immer irgendetwas Schleppendes - wäre schön, wenn er auf seinen nächsten Alben wieder etwas mehr Energie versprüht.
Man möchte die Gorillaz ja mehr mögen, als die letzten Veröffentlichungen es erlaubten. Das musikalische Genie der Truppe steht außer Frage, das enge Gefüge des Quartetts schien durch die Vielzahl der Gäste auf "Song Machine" und dem faktisch dazugehörigen "Cracker Island" aber unnötig verzerrt.
bestes gorillaz album imo; sogar knapp über plastic beach
Sehe ich genauso. Richtig gutes Album geworden obwohl ich gar keine hohen Erwartungen hatte.
Vor allem das Konzept und die Struktur des Albums sind was besonderes.
Merkwürdig das nur drei Punkte vergeben wurden. Auch die Ansicht, das manche Songs nur zu „Skizzen“ reichen, kann ich nicht teilen.
Klar das beste Album seit Plastic Beach!!
Wirklich gutes Album und 3/5 ist wirklich zu niedrig gewertet. Von mir gibt es gute 4/5.
Das Projekt läuft umso mehr auf Autopilot, umso mehr die Beteiligten versuchen, es mit Gästen aufregender zu machen. Entsprechend gibts auch nach Alben 1 & 2 keinen einzigen Track der Gorillaz, der einem Durchschnittshörer für ne Playlist einfallen würde.
"Plastic Beach" war stellenweise ganz cool. Aber ich würde gerne mal auf einem Track Gründe dafür hören, warum es das Projekt überhaupt noch gibt, nicht nur in den Promotexten über die Hintergründe.
junge melancholy hill soll keinem durchschittshörer für eine Playlist einfallen??
Ja, gute Ausnahme. "Plastic Beach" kann noch n bissl was, wie gesagt. Bei den Massen an Material nach den ersten beiden Alben ist es nur ziemlich erstaunlich, dass da quasi nix im Kollektivgedächtnis hängen geblieben ist.
Ich habe die Gorillaz als nie so "mainstreamig" angesehen, dass ich denken würde, dass von der Musik viel im Kollektivgedächtnis hängen bleiben würde. Von Miles Davis kennen die Menschen auch nur "So What" und "Tutu". Und das sind vermutlich nicht mal viele.
Dieser Kommentar wurde vor 18 Tagen durch den Autor entfernt.
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Ah, okay, so kann mans lesen. Die ersten beiden Alben waren demnach poppig und catchy genug, um im Mainstream anzukommen und zeitlose Klassiker zu werden. Und danach war der Output einfach ungefilterter, untergrundiger, ungeschliffener.
Entsprechend passt die Zielgruppe, die sie mit ihren Anfängen gewonnen hatten, und die ihnen noch immer die Säle füllt, gar nicht mehr so recht zu den heutigen Gorillaz.
Ich werde den Eindruck trotzdem nicht los, die veröffentlichen konsequent mit jedem Album skizzenhaftes Wegwerfmaterial, sozusagen als kreatives Outlet für Stücke, die z.B. für Albarns Hauptprojekte nicht gut genug sind. Ein Gast wird eingeladen und spielt/singt spontan ein paar Strophen ein. Jo, reicht, gut genug, danke, schön dich zu treffen, wird veröffentlicht.
skizzenhaft trifft es ganz gut.
Dich gibt‘s ja immer noch.
Ich mag die Roller-Werbung hier.
Möbel Boss auch gut.
Gute Rezension und Bewertung - ich finde auch, es sind viele schöne Ideen drauf, aber es mangelt an der Homogenität. Man hätte das Album vielleicht in zwei Hälften teilen sollen: eine „indische“ und eine mit den westlichen Features.
Die Gesangparts von Damon Albarn haben seit einiger Zeit immer irgendetwas Schleppendes - wäre schön, wenn er auf seinen nächsten Alben wieder etwas mehr Energie versprüht.