M.I.A. ist nicht mehr die Vorband bei Kid Cudis "Rebel Ragers"-Tour, weil sie illegale Immigranten beleidigt haben soll. Doch sie bestreitet die Vorwürfe.
Dallas (joga) - Kid Cudi hat gestern auf Instagram mitgeteilt, dass M.I.A. nicht mehr als Vorband bei seiner aktuellen "Rebel Ragers"-Tour auftreten werde. Die Entscheidung habe er getroffen, nachdem er "mit Nachrichten von Fans überschwemmt" worden sei, die sich über "beleidigende Äußerungen" bei den letzten beiden Konzerten beschwert hätten.
Zwei Tage zuvor war M.I.A. beim Tourstopp in Dallas lautstark ausgebuht worden, nachdem sie behauptet hatte, sie sei "gecancelt worden, weil sie eine braunhäutige Republikanerin" sei und kontroverse Bemerkungen über potenziell "illegale" Einwanderer im Publikum gemacht habe. Mit Bezug auf ihren Song "Illygirl" fügte sie hinzu: "Ich kann 'Illegal' nicht unterstützen, obwohl einige von euch vielleicht im Publikum sitzen."
Das "Werk Satans"
Wenig später reagierte M.I.A. auf Twitter auf die Vorwürfe und bestritt, dass ihre Äußerungen an womöglich 'Illegale' im Publikum adressiert gewesen seien. Dass man ihr derart die Worte im Mund rumdrehe, verglich sie mit dem "Werk Satans".
"Ich habe'Borders', 'Illegal' und 'Paper Planes' geschrieben, bevor ihr dachtet, dass die Rechte von Einwanderern cool wären. Ich habe diese Kämpfe ganz allein ausgefochten, ohne die Unterstützung von Millionen von Fans. Ich brauche diese heuchlerische Zeit nicht, um plötzlich mein ganzes Leben auszulöschen ... Jesus war ein Einwanderer und ein Rebell", fuhr sie fort.
I WROTE ILLYGAL ON THE MAYA LP A SONG FROM 2010.
— M.I.A. ⊕ II II II (@MIAuniverse) May 4, 2026
I STARTED THIS INTRO TO THE SONG WITH THE STATEMENT SAYING I'M ILLYGAL, AND I SAID MY TEAM HASN'T GOTTEN VISAS YET. THEN PLAYED A SONG THAT HAD LYRICS SAYING "FU&% THE LAW", WHICH I STILL BELIEVE, IF THE LAW IS UNJUST F@%& IT.
Seit 2022 war M.I.A. wiederholt mit kontroversen Aussagen aufgefallen, so dass Kid Cudi eigentlich hätte wissen müssen, worauf er sich einlässt. Unter anderem hatte sie die Covid 19-Pandemie mit der Mobilfunktechnologie 5G in Verbindung gebracht und sich vor der US-Präsidentschaftswahl für Donald Trump ausgesprochen, weil dieser "das Unkraut ausreißen" werde. Auch in diesen Fällen sprach sie später von falschen Auslegungen ihrer Worte; sie sei "eigentlich" keine Impf-Gegnerin und habe Trumps Erfolg nur vorhergesagt.
Ende April hatte M.I.A. ihr siebtes Studioalbum "M.I.7" veröffentlicht. Es ist von ihrem christlichem Glauben inspiriert und basiert auf Anspielungen auf die Offenbarung des Johannes, dem letzten Buch der Bibel.

2 Kommentare
Wann Kid-Rock-Collabo?
M.I.A. einfach mal weibliche Kanye West. Und auch hier gilt: schade um die einst gute Musik.