"Dai Dai", "Waka Waka": Fußballsongs sind oft ein akustischer Fiebertraum. Über Klassiker, Totalausfälle, Burna Boy und die unverwüstliche Shakira.
Mexiko City (alc) - "Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder": So dichtete einst Johann Gottfried Seumes in seinem Gedicht, beziehungsweise Volkslied, "Die Gesänge". Der Mann hatte im Jahr 1804 selbstverständlich noch gar keine Ahnung, was im Zuge der allgemeinen Fußballkommerzialisierung noch stattfinden sollte. Die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko macht da keine Ausnahme. Höchste Zeit, noch einmal tief in die Geschichte des großen Sportevents einzutauchen, um sich auch an einige (wenige) Lichtblicke zu erinnern:
Bei der Eröffnungsfeier vor dem 2:0 von Mexiko gegen Südafrika lieferten Shakira und Burna Boy eine viel gelobte Peformance ihres WM-Songs "Dai Dai" ab. Doch da das WM-Spektakel vor allem gutes Geld abwerfen soll, hat die FIFA dieses Jahr im Vorfeld nicht nur einen WM-Song gekürt, auch nicht zwei oder drei, die Musik zur WM 2026 kommt gleich im Dutzendpack daher.
Nach den Turnieren in Russland und Katar präsentieren uns die Organisatoren von FIFA und US-Regierung obendrein ein ganz spezielles Setting: Ein dynamisches Preissystem, das Eintrittskarten unerschwinglich macht, lokale Geschäftsleute, die mit Fußballfans den großen Reibach machen wollen, exorbitante Hotelpreise, eine lächerliche Infrastruktur und einen nicht vorhandenen ÖPNV. Wenn doch mal ein Nahverkehr zu haben ist, wird geschwind der Ticketpreis auf dem Weg ins Stadion verzehnfacht.
Dazu kommt ein Einreisestopp für Bürger diverser Länder, die ihrem Team nicht einmal dann zujubeln könnten, wenn sie den Wucher mitmachen würden. Keine Frage: Es sind harte Zeiten für Fußball-Fans.





































