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Danny Brown - "Ain't It Funny"

Uff, was sollen wir zu Danny Browns "Ain't It Funny" aus "Atrocity Exhibition" noch erzählen, was nicht schon in der Die besten Hip Hop-Beats aller Zeiten-Liste gewürdigt wurde? Aber gut, da es dort auch eher um Instrumentals ging, fokussieren wir uns diesmal auf den Inhalt.

Danny flowt hier wie ein Durchgeknallter seine drogeninduzierte Downward Spiral herunter, die er mit allerlei Metaphern ausschmückt. Er konterkariert den Aufstieg durch Erfolg in der Szene immer wieder mit dem Fall durch seinen zunehmend exzessiven Substanzenmissbrauch in Lines wie: "Nosebleed on red carpets, but it just blend in / Snapping pictures feeling my chest being sunk in", oder "Octopus in a straight jacket, savage with bad habits / Broke, serving fiends, got rich, became a addict."

Letzten Endes kommt er wieder in der Gosse an und schafft es auch nicht, für sein Problem Hilfe von außen zu suchen: "I'ma wash away my problems with this bottle of Henny / Anxiety got the best of me so I'm popping them Xannies / Might need rehab but to me that shit pussy." Der goofy Beat und Dannys wahnwitzige Delivery sollen dem Hörer ein Gefühl von Entertainment vermitteln. Meist hören wir nicht, sondern konsumieren Songs wie diese, ohne uns großartig Gedanken über den Inhalt oder dem Schicksal des Interpreten zu machen. Doch Danny Brown macht hier etwas Unerwartetes: Er durchbricht die vierte Wand, wendet sich direkt an uns, um unsere Aufmerksamkeit zu catchen und fragt verzweifelt: "Ain't it funny how it happens? Ain't it?"

Eine Tragikkomödie in knappen drei Minuten.

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