Maurice Jarre - "Doctor Zhivago"
Die Kombi aus Regisseur David Lean und Komponist Maurice Jarre war in den 1960ern die wohl erfolgreichste Zusammenarbeit zweier Kreativköpfe. Das Tandem brachte das Kunststück fertig, bei drei Kollaborationen Oscars abzusahnen, und zwar für "Lawrence Von Arabien" (1963), "Doktor Schiwago" (1966) und "Reise Nach Indien" (1984).
Jarre ließ sich für diese Filmmusik von den russischen Komponisten Tschaikowsky und Rimski-Korsakow inspirieren. Um dem Soundtrack seinen exotischen Charakter zu verleihen, setzte er neben einem traditionellen Orchester auch ein Cembalo, eine Zither, eine Koto, zwei Shamisen, einen 1,80 Meter großen Gong, ein Sonovox, ein Novachord, ein E-Piano und 24 Balalaikas ein. Der Moog-Synthesizer, der zum Zeitpunkt der Filmveröffentlichung 1965 erst kürzlich eingeführt worden war, kam bei der Komposition des Soundtracks ebenfalls zum Einsatz. Zusätzlich zu seiner einzigartigen Instrumentierung nutzte Jarre einen 40-köpfigen Chor, für dessen Aufnahme 20 Mikrofone und sechs Toningenieure benötigt wurden.
"Laras Thema" ist wohl das bekannteste Stück des Soundtracks. Es dient als Leitmotiv und taucht in verschiedenen Abschnitten des Films auf. Die Musik komponierte Jarre in Windeseile, nachdem sich herausgestellt hatte, dass ein russisches Volkslied, das Lean im Film verwenden wollte, entgegen seiner ursprünglichen Annahme nicht gemeinfrei war. Jarre dirigierte zehn Tage lang ein 110-köpfiges Orchester, um den Soundtrack aufzunehmen. Die Arbeiten schloss er am 14. Dezember 1965 ab, nur acht Tage vor der Weltpremiere des Films. Ähnlich hektisch ging es schon bei "Lawrence Von Arabien zu".
... und übrigens: Schnief schnief di schneuf!
Kaufen?
Maurice Jarre - "Doctor Zhivago"*
Wenn du über diesen Link etwas bei amazon.de bestellst, unterstützt du laut.de mit ein paar Cent. Dankeschön!
Noch keine Kommentare