Wayne Shorter - "Speak No Evil"
Für seine dritte Aufnahme-Session bei Blue Note innerhalb eines Jahres stellt Wayne Shorter die Besetzung um, die zuvor auf "Night Dreamer" und "Juju" zu hören war. Dabei gelingt ihm nicht nur ein weiteres Meisterwerk, er verschafft Jazz-Fans zudem eine neue Perspektive sein Saxophonspiel.
Zuvor noch als Coltrane-Epigone abgestempelt, findet Shorter endlich zu seiner eigenen musikalischen Sprache und sorgt so für eine Neubewertung seines früheren Schaffens. Die eigenwilligen harmonischen Strukturen, auf denen "Fee-Fi-Fo-Fum" aufbaut, erzeugen die Illusion einer größeren Besetzung. Auch beim Titelstück prallt die Avantgarde direkt auf den Hard Bop der Fünfziger.
Eine breite Palette von Moll-Klängen, trifft auf Herbie Hancocks Klavierspiel, das sich in wilden Läufen entfaltet, das geschmeidige Spiel der Bläser ergänzt das Klangbild perfekt. Das Album schließt mit dem wunderschönen "Wild Flower", einer schönen Ballade mit kantigen Akzenten von Hancock. Dieser greift das melodische Thema auf, kehrt es um und führt es nahtlos in das Spiel der Bläser über. Sehr fein!
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Wayne Shorter - "Speak No Evil"*
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