Paul Simon - "Graceland"
Das Werk des legendären Folk-Duos Simon & Garfunkel strahlt bis heute. Der entscheidende Teil dieses Ruhms geht auf das Konto von Hauptsongwriter Paul Simon. Man kann den 1941 in Newark in New Jersey geborenen Musiker und Sänger wohl ohne rot zu werden als popmusikalisches Genie bezeichnen. Davon zeugt auch sein Solowerk, in dessen Zentrum "Graceland" von 1986 steht. Die Platte verkaufte sich weltweit millionenfach.
"Graceland" fusioniert Pop mit südafrikanischer Musik. Simon nahm sie unter anderem mit verschiedenen Musiker*innen und Gruppen in Johannesburg auf, was ihm auch Kritik einbrachte, herrschte dort doch bis Anfang der Neunziger Jahre noch Apartheid. Wie die Fusion klingt, hört man besonders gut in "Diamonds On The Soles Of Her Shoes", "Homeless" oder "I Know What I Know". Der kommerzielle Knaller heißt jedoch "You Can Call Me Al", die ungemein geschmeidige Leadsingle der Platte: tanzbarer Pop, geprägt vom Spiel zweier Südafrikaner, Bassist Bakithi Kumalo und Ray Phiri (Gitarre), kräftigem Bläser-/Syntheinsatz und von einem ikonischen Musikvideo flankiert, in dem neben Paul Simon US-Comedian Chevy Chase eine Hauptrolle hat. "You Can Call Me Al" sollte Simons größter Soloerfolg werden.
Die Platte hält aber noch weitere Kracher parat, etwa die schnelleren "Graceland", "The Boy In The Bubble" oder "All Around The World Or The Myth of Fingerprints", deren afrikanische Roots weniger offensichtlich auffallen. Eine Platte, die jeder Popmusik-Fan besitzen darf.
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