Anita Baker – "Rapture"
Anita Baker und Plattenfirmen: eine Geschichte für sich. Die Sängerin begann ihre Karriere in den Reihen einer Funk-Formation namens Chapter 8. Als die Ende der 1970er einen Labeldeal mit Ariola an Land zogen, gab Baker das nur kurz Anlass zur Freude: Sie wurde aussortiert, angeblich fehle ihr der Star-Appeal. Enttäuscht vom Musikgeschäft, hielt sie sich fortan wieder als Kellnerin über Wasser.
Auftritt des nächsten Labels: Bei Beverly Glen boten sie ihr einen Vertrag, veröffentlichten ihr Album "The Songstress", allerdings zu derart miesen Bedingungen, dass Anita Baker trotz okayer Verkaufszahlen nichts vom Gewinn sah. Kein Wunder, fand sie es verlockend, als ihr Elektra einen Deal zu wesentlich besseren Konditionen anboten.
Allein: Beverly Glen stellten sich quer, und das so lange, bis ein Gericht über die Zuständigkeit für Anita Baker und ihre jazzy Lovesongs entscheiden musste. Das Urteil fiel am 19. März 1986 zuungunsten von Beverly Glen, am nächsten Tag erschien "Rapture". Das Album bescherte Anita Baker den Durchbruch, einen Top-Ten-Hit, zwei Grammys und wuchs sich zum Millionenseller aus.
Auch wenn der ewig mäkelige Kollege Robert Christgau in der Village Voice krittelte, es handle sich um "nichts weiter als eine etwas souligere, sexy Version von Easy Listening", gilt "Rapture" heute als eins der Referenzwerke für das R'n'B-Subgenre Quiet Storm.
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