Die Fahnen der Hamburger Schule wehen wieder: Jochen Distelmeyer und Kollegen arbeiten an einem neuen Blumfeld-Album.
Hamburg (mis) - 19 Jahre nach ihrer Auflösung und genau 20 Jahre nach ihrem letzten Studioalbum "Verbotene Früchte" haben Blumfeld heute ihr Comeback verkündet. Die Band um Sänger und Gitarrist Jochen Distelmeyer arbeitet an einem neuen Studioalbum und führt bereits erste Gespräche über eine geplante Tournee. Ausgehend vom veröffentlichten Pressefoto könnte Distelmeyer wieder mit den alten Kollegen der ursprünglichen Besetzung, Schlagzeuger Andre Rattay und Bassist Eike Bohlken, vereint sein.
Zudem veröffentlicht Sony Music das Gesamtwerk der Hamburger Band auf Vinyl. Besonderes Augenmerk dürfte dabei auf einer streng limitierten Vinylbox liegen, auf die die Band heute hinweist: Am 22. Mai erscheint "Für Immer - The Anthology Archives Vol. II", die alle sechs Blumfeld-Alben enthält. Die Edition ist auf 1.990 Exemplare limitiert, angelehnt an das Gründungsjahr der Band. Darin befinden sich zwei bislang unveröffentlichte Live-Alben, die bislang nur auf einer limitierten CD bzw. auf einer DVD erschienen sind. Die Box ist ab sofort vorbestellbar.
Jede LP erscheint auf farbigem Vinyl, das auf das jeweilige Original-Artwork abgestimmt wurde. Außerdem enthält die Box ein Buch mit unveröffentlichten Bildern sowie ein A2-Poster. Neben den durchgehend aktiven Tocotronic und Die Sterne zählen Blumfeld zu den wichtigsten Vertretern der so genannten Hamburger Schule und gelten als eine der einflussreichsten deutschen Underground-Acts der 90er Jahre. Das zweite, nach einer gemeinsamen Tour mit Pavement veröffentliche Album "L'Etat Et Moi" etabliert 1994 eine völlig neue Art der Textsprache.
Letztes Jahr sorgte die zweiteilige NDR-Dokumentation "Die Hamburger Schule - Musikszene zwischen Pop und Politik" für Schlagzeilen, da sie Bernd Begemann als männliche Hebamme der Bewegung komplett außen vor ließ. Auch Distelmeyer kommt darin nicht persönlich zu Wort. Was Begemann fast noch mehr ärgerte, wie er im laut.de-Interview ausführt: "Das hat mich richtig aufgeregt. Das war absolut ehrabschneidend, wie Jochen Distelmeyer da behandelt wurde. Er war das Zugpferd, ohne den es letztendlich auch gar keine Doku über die Hamburger Schule gegeben hätte."














2 Kommentare
uuuh.
Es bleibt einem auch nichts erspart!