Seite 30 von 50

2000er, Platz 1: Clipse

Pusha T und Malice brachten Anfang der 2000er eine Eiseskälte in den US-Rap, die ihresgleichen suchte. Getragen von den futuristisch-skelettierten Beats der Neptunes kreierten die Brüder aus Virginia Beach die Blaupause für den modernen Koka-Rap. Ihre Produktionen verzichteten auf überladenen Bombast und boten Raum für lyrische, fast schon chirurgische Präzision. Harter Straßenalltag, übersetzt in eine kühle, avantgardistische High-Fashion-Dokumentation.

Werke wie "Hell Hath No Fury" lebten von diesem radikalen Kontrast aus Wortwitz, Haltung und kompromissloser Reduktion. Ohne diese unterkühlte Eleganz der Clipse wären spätere Ästhetiken von Kanye Wests minimalistischen Phasen bis hin zum aktuellen Solo-Output von Pusha T schlichtweg undenkbar. Sie verliehen dem Straßensound eine zeitlose Aura.

Seite 30 von 50

Weiterlesen

Noch keine Kommentare