Die Düsseldorfer präsentieren den ersten Song ihres finalen Albums "Trink Aus Wir Müssen Gehen", der gleichzeitig als Mutmacher fungiert.
Düsseldorf (alc) - Eine solide Rocknummer eröffnet den Promo-Reigen zum letzten Album der Altbierpunks aus der "Modestadt Düsseldorf". Um den Punk-Wurzeln zu huldigen, zählen Die Toten Hosen zu Beginn erst einmal in bester Ramones-Tradition mit ein "eins, zwei, drei, vier" ein, bevor es in die Vollen geht.
Laut Pressetext sieht Campino den neuen Song auch als Mutmacher: "In diesen Zeiten, in denen viele das Gefühl haben, dass es mit der Welt bergab geht, möchten wir der bedrückten Stimmung etwas entgegensetzen. Das Lied ist aber auch als Hommage an all diejenigen gedacht, die nach dem Motto leben: Siebenmal hinfallen, achtmal wieder aufstehen."
Die Intention ist löblich und angesichts der Weltlage sicher auch gerne gehört, aber textlich klingt das schon sehr medioker: "Manchmal fällt dir alles schwer, bleibst liegen, denn dein Tank ist leer, das Wasser schießt aus allen Rohren, steht dir bis zum Hals. Müde Augen, Café Crema, macht die Welt jetzt auch nicht schöner, und du denkst, du kannst nicht mehr, wann geht das vorbei?"
Die Lösung? "Die Show muss weitergeh'n, das Leben bleibt nicht steh'n." Ähm, ja.
"Der Song soll ein kleiner Appetitmacher sein für alles, was in nächster Zeit von uns kommt. Wir freuen uns sehr, dass es endlich losgeht", schallt es aus dem Hosen-Camp. Wäre schön, wenn zum Abschluss der langen Karriere dann auch noch etwas Spannenderes ans Tageslicht kommt.






















13 Kommentare mit 81 Antworten
"In diesen Zeiten, in denen viele das Gefühl haben, dass es mit der Welt bergab geht, möchten wir der bedrückten Stimmung etwas entgegensetzen."
Das tun sie ja auch indem sie endlich aufhören Musik zu machen.
Song zum skippen, wie Tage wie diese für mich z.B. auch einer war. Werden wieder paar gute Songs auf dem Album sein, war zumindest für mich bislang immer so.
Dieser Song reißt die schöne Nostalgiesandburg, die ich mir letzte Woche gezimmert habe wirklich brutal mit dem Arsch ein.
Ist halt ein typischer Spätphasen-Hosen-Song, die zudem seit Jahren das seltene Talent haben, in 9 von 10 Fällen die beschissensten oder mittelmäßigsten Songs als Vorab-Singles zu veröffentlichen.
Abgenutzte Kalendersprüche und tausendfach gehörte Akkorde. Geht gar nicht.
Habe es mir noch nicht angehört...
Aber im Zusammenhang mit deinem Kommentar muss ich i-wie an "Show must go on" von Queen denken.
Ich hab 1 Gag gemacht. Na ja, und, falls tatsächlich noch nicht gehört: Auf den Queen-Song spielt's auch textlich an.
1 Gag? Ich dachte eher, Du wähntest dich noch immer im Unheilig-Faden!
(scnr)
Inwiefern ist das jetzt "1 Gag"? "Siebenmal hinfallen, achtmal wieder aufstehen" ist doch ein abgenutzter Kalenderspruch würde ich meinen...
...auch wenn der nicht im Lied vorkommt, so soll es doch lt. Campino gemeint sein.
@Feli
Ist ein Witz, weil's eine Anspielung auf die Kritik an Unheilig bzw. dem Song "Wunderschön" ist. Und ich weiß nicht, ob es schon bekannt ist, aber ich schätze Unheilig sehr.
: )
@Duri
Das wär ja nun wirklich albern.
Höchstens so albern wie der hier:
https://laut.de/Damon-Albarn
... liegt die spezifische Region im limbischen System, welche die Songs der Hosen anzielt, doch erschreckend nah, wenn nicht sogar deckungsgleich zu derjenigen, die der Graf so bei seinen Hörenden/Hörigen im Blick hat, ma sagen!
An den hab ich beim Schreiben sogar gedacht.
Lol.
Und nein, der Einschätzung bezüglich Unheilig kann ich da nicht zustimmen. Aber man kann Menschen nicht in den Kopf schauen.
@KWTS ist bekannt.
Campino - Der Til Schweiger des Schunkelpunk.
Johnny Thunders ist halt tot und Campino dann doch schon über 60.