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Kinkshamen?

Auch wenn Kollege David das schon sehr korrekt abgefertigt hat, fangen wir mit der wahrscheinlich größten Event-Single der Woche an. Habt ihr mitbekommen, dass Ikkimel freaky Sex hat?

If you don't know, now you know! "Kink" ist die nächste Single aus dem immer langweiliger werdenden Content-Wheel Ikkimel. An irgendeinem Punkt muss das Outrage-Marketing doch erschöpft sein, oder? Die klassische Popformel sieht ja eigentlich vor, dass du erst etwas Schockierendes, Sexuelles machst, damit die Konservativen dir aufs Dach steigen, und du dann etwas Krasses nachlieferst.

Aber bei Ikkimel wird der "Etwas Krasses nachliefern"-Aspekt wohl einfach nicht greifen. Sie ist offenbar reine Content-Strategie. Sie weiß, welche Knöpfe man drückt, um dieselben Reflexe immer wieder zu triggern. Dabei ist viel wichtiger, wofür etwas steht, als wie es umgesetzt ist.

Ich warte so lange jetzt schon auf den Moment, in dem sie etwas künstlerisch Interessantes und Überraschendes tut. Ich dachte die längste Zeit, sie hätte das in sich. Aber: nix da. Ikkimel ist an diesem Punkt, als hätte man Ballerman-Mucke für Studenten rückwärts-engineert, und, fuck, sind diese ganzen Songs langweilig und vorhersehbar. Nicht einmal die Beats sind mehr wirklich brauchbar. Wofür ist das?

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