Die Berliner Bummstechno-Rapperin verwandelt mit ihrer neuen Single den Dancefloor zum KitKatClub.

Berlin (dml) - Ikkimel meldet sich zurück. Nach der etwas raplastigeren Single "Bitch" mit Katja Krasavice, zieht es die Königin des "Fotzen-Raps" wieder in ihre traditionelle Techno-Komfortzone. Als ob ihre Musikvideos und Texte an sich nicht schon den ein oder anderen Fetisch befriedigen, nennt sich ihr neuer Song "Kink". War das schon genug Kink-Shaming? Was würde Mel dazu sagen? "Kink-Shaming ist nicht, ich mach' Schlagen feministisch." Achso.

Genau hier liegt das Problem des Tracks. Wenn schon jeder ihrer Songs das Frivol-O-Meter maximal ausreizt, was will sie mit diesen Fetisch-Lines noch großartig ausrichten? Auf "Bitch" lobte ich zwar ihren Part, aber mehr für ihren Flow und nicht wegen des von ihr gewohnten Inhalts. Auf der heutigen Nummer spielt die übliche Leier zusätzlich noch auf ihrem üblichen Soundbild. Und auch wenn ich mich mit dieser Techno-Rap-Schiene in letzter Zeit ein winziges Bisschen angefreundet habe, erinnert mich Ikkimel leider wieder daran, warum ich dieses "Subgenre" überhaupt erst verteufelte.

Sogar für Ikkimel-Verhältnisse wirkt der Beat recht ausgelutscht, ebenso die Lyrics. Zum Beispiel: "Friede, Freude, Eierkuchen, geh mal deine Eier suchen / Lass' mich lieber bumsen und zieh' Keta von paar geil'n Hupen." Deutsche Redewendung + Keta-Konsum, hatten wir diesen Aufbau nicht schonmal auf "Bikini Grell"? "Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein / Was für Pferde gut ist, kann für mich doch gar nicht schlecht sein."

Dieser Track hebt sich absolut nicht von ihrem übrigen Output ab. Da droppte sie in der Vergangenheit durchaus "interessantere" Sachen (ich zögere etwas, das Wort "bessere" in den Mund zu nehmen). Lediglich bei der Hook-Line "Sibbis, die nicht Füße lecken, sind kleine Bitches / Drück' sie in seine Fresse und dann frag' ich: 'Wie riecht es?'", sehe ich kleines Meme-Potenzial, leider. Ich schwöre, wenn ich wegen dieser Zeile auf Instagram wieder mehr Fußfetisch-Memes sehe, von denen meine "werten" Mit-Zoomer bereits viel zu viele erstellten, fress' ich 'nen Besen.

"Höhö, schöne Schuhe. Zeig Mauken." Oy vey ...

Weiterlesen

laut.de-Porträt Ikkimel

Wahrscheinlich haben die meisten beim Release von "Keta & Krawall" gedacht: "Wow, das macht absolut Sinn". Es gibt 2023 kaum einen Artist, der den …

Noch keine Kommentare