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Hilfe! Eine Meinung!

Für Aufregung im Vorfeld hatte allerdings ein anderer Rapper gesorgt: Neben Mariah Carey, Andrea Bocelli, dem Star-Pianisten Lang Lang und wie die Granden und Grandeusen alle heißen, sollte bei der Eröffnungsfeier auch Ghali auftreten. Der Sohn nach Italien eingewanderter tunesischer Eltern, der auf Italienisch und Arabisch textet, erregte allerdings die Gemüter, schon ehe er den Mund aufgemacht hatte: "Hilfe, er könnte eine Meinung haben" titelte etwa die Süddeutsche. Was da los?

Ghali, der Schlingel, hatte sich in der Vergangenheit bereits mehrfach kritisch über Israels Politik geäußert und seine Solidarität mit Gaza bekundet. Diese erst einmal ja völlig legitime Position blies das Lager um die rechtsradikale Partei Lega Nord zu "propalästinensischem Fanatismus" auf und schmähte Ghali als "Israel-Hasser" und "Feind des Mitte-rechts-Lagers", iummerhin letzteres wahrscheinlich durchaus mit Recht. Genützt hat ihnen die Hysterie nichts, Ghali durfte auftreten:

In einem Instagram-Post schrieb er: "Was wirklich zählt, sind Menschen. In einer Zeit, so voller Hater, spielt deren Spiel bitte nicht mit, sondern tretet ihnen immer so gegenüber, wie wir uns wünschen, dass die Welt wäre."

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