Beflügelt oder ausgebremst?
Wie Ikkimel sind auch RAPK am 1. Mai in Berlin aufgetreten, und auch sie bekamen vorgeworfen, ihre Show am 1. Mai trage zur Ent-Politisierung des Arbeiter*innenkampftags bei. Im Interview mit der taz nimmt die Kreuzberger Crew Stellung:
"Dass es unter anderem auch durch unser Konzert zu einer Verzögerung der Demo kam, sehen wir sehr kritisch und ziehen daraus Konsequenzen für die Zukunft", räumten sie ein. "Dass die Demo ungehindert laufen kann, war immer unsere oberste Priorität. Wir bedauern sehr, dass es zu der Verzögerung kam, und möchten uns dafür entschuldigen, dass unser Konzert dazu beigetragen hat. Wir haben nicht richtig kalkuliert und werden künftig wieder besser darauf achten, unser Konzert räumlich von der Demo zu trennen."
Kultur könne keine Ersatz für Protest sein, beides solle sich im besten Fall "gegenseitig beflügeln". Ja, das wär' schön.
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