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Platz 30: A Bigger Bang

2004 startete bei CBS "The Big Bang Theory", 2005 ließen die Rolling Stones den größeren Knall folgen. Zumindest auf dem Papier, denn so richtig zünden wollte "A Bigger Bang" nach ganzen acht Jahren Studiopause nicht. Stattdessen wirkt dieser Knall als längster Stones-Longplayer vor allem eines: sehr, sehr lang.

Die Überproduktion von "Bridges To Babylon" ließ man draußen, legte das Album wieder ganz in die Hände von Don Was. Auf dem Papier genau die richtige Entscheidung: Die Gitarren durften wieder Gitarren sein, Charlie Watts nach überstandener Krebsdiagnose endlich wieder Charlie Watts, und die Stones machten eben das, was die Stones machen: Blues, Rock, Country und Balladen. Nur hilft die schönste Produktion wenig, wenn die Songs über weite Strecken so klingen, als wären sie beim ersten Einfall stehengeblieben. Es gibt kaum echte Ausrutscher nach unten, aber eben auch keinen nach oben. So richtig Bock hatte scheinbar niemand.

"A Bigger Bang" bedienent solide den Stones-Genre-Baukasten. Leichtigkeit, Hunger oder die Lust am Risiko fehlen ihm komplett. Das vielleicht größte Problem der Platte ist allerdings, dass sie kaum Anlass bietet, sich über sie aufzuregen. Sie ist weder spektakulär schlecht noch mutig genug, um grandios zu scheitern. Stattdessen ziehen fast achtzig Minuten technisch sauberer, emotional erstaunlich leerer Rock vorbei, ohne ein einziges Mal das Gefühl zu vermitteln, dass diese Band noch etwas beweisen möchte.

Ansonsten gibt es über "A Bigger Bang" verblüffend wenig zu erzählen. Wohl das Schlimmste, das einem Rolling Stones-Album passieren kann. Noch dazu mit diesem Titel.

Für die Playlist: "Rough Justice", "Rain Fall Down",
Für die Tonne: "She Saw Me Coming", "Dangerous Beauty", "Streets Of Love"

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A Bigger Bang*

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