No Man’s Sky
Ähnlich wie später bei "Cyberpunk 2077" ging No Man's Sky ein Hype voraus, den das Studio Hello Games mit großspurigen Ankündigungen weiter befeuerte. Epische Weltraumschlachten, lebendige Planeten mit viel Multiplayer-Action und Trillionen Planeten ließen den Spielern schon vorher das Wasser im Mund zusammenlaufen. Zum Start gab es erschreckend wenig davon: Bugs und leere Landschaften sorgten für einen heftigen Backlash, auf den Hello Games mit monatelangem Schweigen reagierte. Der Hass der Spieler auf das Kommunikationsdesaster mündete teilweise sogar in Morddrohungen. Die Vorfreude war in Wut umgeschlagen. Statt wieder eine große Klappe zu riskieren, setzte sich das Studio diesmal aber wirklich mit der Kritik auseinander und zog die Community mit folgenden Updates wieder auf seine Seite. Eines der größten Comebacks überhaupt.
Was man damals fast vergaß: Der Soundtrack war absolut großartig. Die britische Post-Rock-Band 65daysofstatic, die schon für The Cure eröffnen durfte, brauchte "gar nicht die von Programmierern kreierte Umgebung, um eine eigene Welt heraufzubeschwören", schrieb Kollege Sven Kabelitz in seiner Review über den Instrumental-Soundtrack. Der passte mit Drone und Ambient genau zur Erkundungstour durch die Weiten der Galaxis.
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