Die Deutschrapper spielen am Freitag in Berlin bei der Veranstaltung "Kein Bock auf Krieg und Wehrpflicht".
Berlin (sdk) - K.I.Z., Apsilon und Disarstar haben offenbar keinen Bock auf Wehrpflicht und werden bei der morgigen Demonstration vor dem Brandenburger Tor laut. Das Bündnis "Unzwingbar" lädt dort am 2. Oktober ab 16 Uhr zu einem Konzertabend mit politischen Redebeiträgen ein.
Neben den drei Bands bzw. Artists stehen unter anderem die Punkband Dritte Wahl, Sechser von Teuterekordz sowie Mieze, Guterzogene Asis und Goldie 333 auf dem Programm. Für Redebeiträge sorgen Vertreter:innen verschiedener Schüler:innen- und Studierendengruppen sowie der Satiriker Martin Sonneborn.
Da K.I.Z., Disarstar und Apsilon sich bereits in der Vergangenheit kritisch mit der Politik, vor allem mit Krieg, Aufrüstung und der Bundeswehr auseinandergesetzt haben, ist ihre Teilnahme an der Kundgebung wenig überraschend. Seit die Debatte über die Wiedereinführung der Wehrpflicht an Fahrt aufgenommen hat, meldeten sich K.I.Z. mit Songs wie "Frieden" und "Bundeswehr" zu Wort. Darin thematisieren sie die Absurditäten von Krieg, vermeintliche Friedenspolitik und die Rekrutierung junger Menschen.
Auch Disarstars Track "Meine Söhne geb ich nicht, der im vergangenen Jahr erschien, richtet sich explizit gegen Krieg und eine mögliche Rückkehr der Wehrpflicht. Jüngst kritisierte Apsilon auf "Glanz Null" ebenfalls die deutsche Politik und ihren Umgang mit Krieg und der Wehrpflicht.
Protest gegen den neuen Wehrdienst
Zu "Unzwingbar" gehören unter anderem die Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen sowie die Initiative "Schulstreik gegen Wehpflicht". Unterstützung erhält das Bündnis außerdem von Organisationen wie Greenpeace und Sea-Watch. Dabei stellt "Unzwingbar" mehrere Forderungen an die Bundesregierung. Dazu gehört, dass die Wehrpflicht nicht reaktiviert werden soll und die Rekrutierung Minderjähriger durch die Bundeswehr beendet soll.
Ebenfalls verlangen sie ein Ende von Bundeswehrauftritten an Schulen und Hochschulen, die Anerkennung der Kriegsdienstverweigerung als Menschenrecht und Asylgrund sowie mehr Investitionen in Bildung, Gesundheit und Sozialles anstatt in Aufrüstung. Anlass für den Protest ist unter anderem der seit Januar geltende Neue Wehrdienst. 18-Jährge erhalten einen Fragebogen der Bundeswehr, den Männer verpflichtend beantworten müssen. Ab Juli 2027 soll außerdem die verpflichtende Musterung für Männer des Jahrgangs 2008 beginnen. Der Wehrdienst selbst bleibt zunächst freiwillig. Reicht die Zahl der Freiwilligen nicht aus, kann der Bundestag über die Einführung einer sogenannten Bedarfswehrpflicht entscheiden.
































3 Kommentare mit 2 Antworten
Naja, die wissenschaftlichen Fakten sagen ja, dass, wenn sich zu wenige melden, wir den Krieg verlieren. Zudem ist es ja so, dass die Wehrpflicht-Verweigerer dann dem Gegner seine Diktatur unterstützen... Von daher finde ich diese Aktion vielleicht etwas zu kurz Gedacht, da sollte schon etwas Gemeinschaft eingeübt werden, wenn die Verhandlungen im Hintergrund scheitern. Die Musik kann natürlich trotzdem gut sein.
okay.. gegen Wehrpflicht sein aber was ist mit Russland? Nehmen wir nun die Nation als Feind ernst oder nicht?
Und du meinst, daß man mit der Wehrpflicht irgendwen beeindruckt? Im Zweifelsfall nutzt man sowas als Begründung, um die eigene Armee genauso zu vergrößern, und so wird es auch sein, wenn wir 5% unseres BIP in Aufrüstung stecken!
Dieses Geld könnte man genausogut verbrennen, und eigentlich ist das auch genau DAS, was wir tun: wir transformiere dringend benötigtes Steuergeld in Rheinmetall-Profit.
DAFÜR wird Merz dann überall den Rotstift ansetzen, und das wiederrum sorgt für die nötige Angst vor dem sozialen Abstieg, der den Neonazis ihren Erfolg beschert.
Wir bezahlen also im Endeffekt ein Heidengeld für den Aufstieg der AfD, flankiert vom BSW.
Wozu sollte Putin hier einmarschieren, wenn Merz schon dafür sorgt, daß man Putins Lieblingsparteien an die Macht wählt?
Ein Angriff auf die NATO ist sowieso keine Option. Wie sollte man sich das vorstellen? Man könnte die Ukraine besetzen, aber nicht Europa! Und dafür muß man schon davon ausgehn, daß Rußland überhaupt gewinnt. Aber das klappt nichtmal in der Ukraine.
Kurz gesagt: Die Aufrüstung ist eine Subventionierung der Wirtschaft. Das hat null komma garnichts mit unserer Sicherheit zu tun!
Als würde ausgerechnet Merz sich um seine Bürger scheren...da lachen ja die Hühner. Es geht um Profit, wie immer! BlackRock investiert nicht nur massiv in fossile Energie, sondern auch in die Rüstungsindustrie...und da hat man sich halt einen eigenen Bundeskanzler gekauft, der jetzt eben macht, wofür man ihn bezahlt- egal, ob es um die Verhinderung einer Übergewinnsteuer geht, oder um 5% des BIP.
Du meinst das Russland, was seit 4 Jahren versucht, die Ukraine zu erobern und es bis hierhin noch nicht wirklich hinbekommen und darüber hinaus wirtschaftliche Probleme wegen des Krieges hat?
lol. die lelleks wollen nicht für israel oder selensky sterben, die opfer...