Platz 4: Da Humm! (1997)

Helge Schneiders "HIStory". Irgendwie. Die erste Hälfte neue Songs, die zweite eine Compilation. Gäbe es nur die erste, "Da Humm!" hätte durchaus das Zeug dazu gehabt, der Nummer eins unseres Rankings gefährlich zu werden. Leider ist da auch noch die zweite, die das Ganze wieder etwas runterzieht. Aber sie ist eben auch da. Summa summarum: Willkommen auf dem unglücklichen vierten Platz.
Nahezu Hand in Hand mit dem Film "Praxis Dr. Hasenbein", über den Schneider im Nachhinein alles andere als glücklich ist, erschien das Album 1997. Für die neuen Aufnahmen ließ er die Big Band von "Es rappelt im Karton" zurück und arbeitete wieder größtenteils mit Hardcore zusammen.
"Ich Drück Die Maus" groovt einfach wie die Designs von Luigi Colani. "Bonbon Aus Wurst" und "Wurstfachverkäuferin" zählen bis heute zu den Klassikern im Schneider-Repertoire. Dazu "Blub Blub" oder "Kleines Arschloch" aus eben jenem Film. Das damals allgegenwärtige "Fitze, Fitze, Fatze" rutschte hingegen schnell wieder raus. Man versteht es schon. Zu sehr klingt Helge da, als wolle er auf die einfachste Art und Weise noch einmal auf den "Katzeklo"-Hype aufspringen.
Die Compilation konzentriert sich weitestgehend auf alte Aufnahmen aus Filmen wie Schlingensiefs "Menu Total", "Johnny Flash", "Texas – Doc Snyder Hält Die Welt In Atem" und "00 Schneider – Jagd Auf Nihil Baxter". Am interessantesten, definitiv aber nicht am besten, stellen sich jedoch die beiden aus den 1970ern stammenden Stücke "Die Lindenwirtin" und "Der Hering" heraus: schrullige Aufnahmen, die den Schneider-Humor vorhersagen, aber noch auf eine ganz andere Art erzählen.
"Da Humm!" lebt und leuchtete, solange die Lieder frisch waren. Sobald die Compilation anläuft, fühlt es sich aber eher wie ein Bonusmaterial-Abend an.
Tipp: "Ich drück die Maus", "Blub Blub", "Bonbon aus Wurst"
Och, nö: "Huhu", "Misty"
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