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Platz 14: MDNA (2012)

Wenn selbst eingefleischte Madonna-Fans überlegen müssen, wie die Hälfte der Songs auf dieser Platte eigentlich klingt, ist etwas gründlich schiefgelaufen. "MDNA" ist 2012 der kreative Tiefpunkt ihrer Karriere. Ein Album, das hektisch jedem EDM-Trend hinterherhechelt, keinen davon versteht und dabei jede Persönlichkeit verliert. Ausgerechnet nach der öffentlich aufreibenden Scheidung von Guy Ritchie hätte Madonna allen Grund gehabt, ein bitteres, ehrliches und kompromissloses Trennungsalbum aufzunehmen.

Stattdessen klingt sie hier, als wolle sie sich mit möglichst viel Lärm selbst übertönen. Die Wut wirkt aufgesetzt, die Provokation routiniert, die Ballermann-Beats altern im Zeitraffer wie Kadaver in Naturdokus. Kaum ein Refrain bleibt hängen, kein Song entwickelt eine eigene Identität. "MDNA" ist nicht nur ein Album voller falscher Entscheidungen, die Idee taugt schon im Grundsatz nicht. Der Moment, in dem die größte Pop-Ikone ihrer Generation den Anschluss an alles Wesentliche verlor und beliebig wurde.

Anspieltipp:

"I Don't Give A" (feat. Nicki Minaj)

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