Jahrzehntelang blieb der Mord an Tupac Shakur ungeklärt. Nun muss der ehemalige Gang-Anführer Duane Davis ins Gefängnis.
Las Vegas (sdk) - Drei Jahrzehnte nach dem Mord an Tupac Shakur ist ein Urteil gefallen: Der 63-jährige Duane 'Keffe D' Davis wurde gestern in Las Vegas zu mindestens 40 Jahren Haft verurteilt. Bereits Ende August hatte ihn eine Jury für schuldig befunden, den Mord an dem US-Rapper organisiert zu haben. David und sein Anwalt kündigten an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
Obwohl Davis die tödlichen Schüsse nicht selbst abgegeben haben soll, wurden ihm ausgerechnet seine eigenen Aussagen zum Verhängnis. In Interviews, einer Dokumentation und seiner 2019 veröffentlichten Memoiren "Compton Street Legend" hatte er ausführlich über seine Rolle bei der Tat gesprochen. Dabei behauptete er unter anderem, selbst in dem weißen Cadillac gesessen zu habe, aus dem auf Tupac geschossen wurde. Seine Verteidigung argumentierte dagegen, er habe die Geschichten erfunden oder ausgeschmückt, um Aufmerksamkeit und Geld zu verdienen. Physische Beweise für seine Anwesenheit am Tatort gab es nicht. Auch die Mordwaffe wurde nie gefunden.
Schon bei früheren polizeilichen Anhörungen hatte der ehemalige South Side Compton Crips-Anführer seine Beteiligung an dem Mord eingeräumt. Eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft schützte seine damaligen Aussagen jedoch unter bestimmten Bedingungen vor einer Verwendung gegen ihn. Dieser Schutz galt nicht für seine späteren öffentlichen Schilderungen. 2023 wurde Davis schließlich festgenommen. Er war der einzige Verdächtige, gegen den in dem Fall jemals Anklage erhoben wurde.
Auslöser des Mordes war eine Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Gangs. Am 7. September 1996 hatte Tupac gemeinsam mit Mitgliedern seines Umfelds Davis' Neffen Orlando Anderson in einem Casino in Las Vegas angegriffen. Laut Davis' Memmoiren besorgte er daraufhin eine Pistole und einen weißen Cadillac, um sich zu rächen. Wenige Stunden später soll Anderson aus dem Wagen heraus auf Tupacs Auto geschossen haben. Dabei wurden sowohl der Rapper als auch Death-Row-Records-Mitbegründer Marion 'Suge' Knight verletzt. Wenige Tage später erlag Tupac im Alter von nur 25 Jahren seinen Verletzungen.

2 Kommentare
"...der ehemalige South Side Compton Crisp-Anführer..."
Knackige Gang...
gehe ich recht in der annahme, dass der mann mutmaßlich nicht einsitzen müsste, wenn er weiß wäre, weil man ihn dann nicht einlochen würde einzig auf grund von futzdummen dingen, die er gesagt/geschrieben hat? ist das wieder dieser institutionelle rassismus von dem capsi ab und an redet?