Platz 11: 2007

Legenden (5 Punkte)
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High Level (3 Punkte)
⦁ Lupe Fiasco: Da wir jetzt schon ein paarmal von ihm gesprochen haben: Lupe war der erste richtige Volltreffer-Freshman in der prähistorischen '07er-Klasse. Ein legendärer Spitter, der sich den kommerziellen Erfolg selbst verwehrt hat und heute ein Untergrund-Tape nach dem anderen mit zunehmend absonderlichen Konzepten abliefert.
Solide Nische (2 Punkte)
⦁ Plies: Ich muss zugeben, der hier war einfach vor meiner Zeit. Aber wenn man sich nur anguckt, was für immense Spotify-Zahlen der für einen Prä-Streaming-Artist angehäuft hat, kann man sich vorstellen, dass das damals ein sehr solider Run gewesen sein muss.
⦁ Boosie Badazz: Gemessen daran, dass Boosie sich immer noch wie eine aktuelle Figur anfühlt (was vor allem daran liegt, dass er ein absoluter Madman ist), ist er eigentlich fast ein Shape-of-the-Artists-to-come-Artist. Was wäre gewesen, wenn die New Yorker XXL-Büros in den Nullerjahren den Wind aus den Südstaaten tatsächlich verstanden hätten?
One-Hit (1 Punkt)
⦁ Saigon: Stattdessen haben wir sehr viele Auslaufmodelle wie ihn bekommen. Saigons Tapes aus den Nullerjahren, die schließlich in einem massiven Jay-Z-Cosign mitsamt Features von Q-Tip, Black Thought, Fatman Scoop und Faith Evans geführt haben, sind recht gut. Aber nach diesem groß aufgesetzten Album war dann auch Sense. Er hinkte einfach seiner Zeit hinterher.
⦁ Rich Boy: Manchmal tut es mir bei den One-Hits so leid, wenn sie eigentlich ein supergeiles One-Hit-Wonder hatten. Machste nix. Just bought a Cadillac! THROW SOME DEEEEES ON THAT BITCH!
⦁ Joel Ortiz & Crooked L: Ich fasse die beiden Slaughterhouse-Atzen mal zusammen, weil es quasi die genau gleiche Geschichte ist: sehr begabte Untergrundrapper ohne jede Ambition in den Mainstream, die auch nicht so richtig gut darin waren, Alben zu machen. Manchmal ist Rappen-Können halt doch nicht alles. Stünden stattdessen Joe Budden und Royce auf dieser Liste, wäre das wohl interessanter gewesen.
⦁ Papoose: Es ist so faszinierend, noch einen Fuß in einer anderen Ära zu sehen - und zu gucken, was für Artists mal relevant für solche Cover gewesen wären. Papoose ist ein Battlerapper, den man heute vor allem als Ghostwriter und Ehemann von Remy Ma kennt. Wirklich nennenswerte eigene Musik hat der nie gemacht.
⦁ Young Dro: Nächster Anhaltspunkt, dass XXL die Südstaaten nicht wirklich verstanden haben. Ich checke, dass Dro als rechte Hand von T.I. ein größerer Name war. Aber war das wirklich der interessanteste Artist, den man in diesem Jahr aus Atlanta auftun konnte?
⦁ Gorilla Zoe: Dasselbe gilt für ihn hier. Er hatte seinen Hit, er hatte seinen Erfolg, aber ist wirklich jetzt nicht gerade formativ für den Sound seine Genres gewesen.
Kennt-absolut-keiner (-1 Punkt)
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1 Kommentar
1. Der Mann heisst Crooked I, nicht Crooked L. Bzw. seit längerem KXNG Crooked.
2. Die LPs zusammen mit Joel Ortiz und auch die EPs der letzten Jahre lassen das hier oftmals als Rap verkaufte nervöse Gestammel von Drogenopfern auf dem immer gleichen Trap Beat noch trauriger wirken, als es ohnehin schon ist.