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Platz 10: 2023

Legenden (5 Punkte)

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High Level (3 Punkte)

GloRilla: Sie hätte gut und gerne ein One-Hit-Wonder werden können. "FNF" war nicht gerade der TikTok-Hit, der nach langer Karriere aussieht. Aber GloRilla ist dabeigeblieben und hat sich als eine der stampfendsten Persönlichkeiten herauskristallisiert. Wann immer sie ein Album droppt, ist ein Hit dabei. Wann immer sie auf einem Feature auftaucht, setzt sie ein Ausrufezeichen.

Central Cee: Der wahrscheinlich größte britische Rap-Export dieses Jahrzehnts macht sich einen Namen als Insel-Pendant zu Drake. Er liefert nicht die alleraufregendsten Alben und wird kritisch ein bisschen von seinem EP-Partner Dave verdrängt. Aber den kommerziellen Appeal und die Star-Power kann man ihm nicht absprechen.

Solide Nische (2 Punkte)

TiaCorine: Als Mitglied von Denzels neuer Supergroup The Sycthe und einer ebenbürtigen Spitter-Partnerin von J.I.D hat Tia schon ein paarmal gezeigt, was für ein absolut biestiger MC sie ist. Dazu kommen ein supereinprägsamer Signature-Flow, eine großartige Stimme und ein ausgeprägtes ästhetisches Empfinden. Eher krass, dass sie diesen Durchbruchs-Hit noch nicht hatte.

Rob49: Der Typ von dem "What-the-helly"-Meme ist die neue Generation New Orleans-Rapper, dessen Straßenrap-Cred ihn sogar zu einem Favoriten von Justin Bieber gemacht hat. Sehr wahrscheinlich, dass der noch Benzin im Tank hat.

Fridayy: Nach dem Weggang von Gunna bleibt auf Young Thugs YSL-Label überraschenderweise der Gospel-Sänger Fridayy die treibende kommerzielle Kraft. Er hat diese sehr Südstaaten-kirchliche Stimme, regionale Trap-Beats und schafft damit mit überraschender Regelmäßigkeit virale Momente.

One-Hit (1 Punkt)

Luh Tyler: Ein superjunger Rapper aus Florida, der im Rahmen eines Jahres ein paarmal viral gegangen ist. Ganz ehrlich? Ich finde, der hat eine supergeile Stimme und einen supergeilen Flow. Aber irgendwie hat er den richtigen Durchbruch nie geschafft.

Lola Brooke: So etwas wie das Gegenteil von Tia. Hatte einen absolut halsbrecherischen Durchbruchs-Hit im Rahmen der leider eher kurzlebigen New Yorker Drill-Szene und schwebt dafür jetzt ein bisschen ziellos durch den Äther.

2 Rare: Dieser Kerl hat das optische Gimmick, sich Kreide unter die Haare zu malen und gehört zu den einzigen richtig konstanten Nutznießern des ebenfalls kurzlebigen Jersey Club-Trends. Ehrlicherweise mehr Social Media-Persönlichkeit als wirklicher Rapper.

Real Boston Richey: Er wirkte eine Weile so, als könnte er ein richtig stabiler, regionaler Straßenrap-Champion à la Key Glock oder Pooh Shiesty werden. War auf dem Label von Future, bis der ihn wegen Snitching-Allegations gekickt hat. Schön, dass es immerhin ein Verbrechen gibt, das für Rapper Konsequenzen hat, I guess?

SleazyWorld Go: Mein persönlicher Pick für den schlechtesten Rappernamen, den wir heute vorfinden werden. Fällt unter die Spottemgottem-Gattung an Rappern, die einen TikTok-Hit hatten und dann tausend Episoden daraus melken wollen, weil sie im Grunde wissen, dass nicht viel mehr für sie drin ist.

DCTheDon: Es gibt ja jedes Jahr diesen Fan-Voting-Spot zu gewinnen. In einem Jahr, in dem die Starpower der Newcomer schon so weit weg war, hat es dieser seltsame Juice WRLD-Klon geschafft, genug von dessen Fans zu mobilisieren, um so zu tun, als hätte er eine große, organische Fanbase. Ehrlich: Hat er nicht.

Kennt-absolut-keiner (-1 Punkt)

Finesse2Thymes: Ich schwöre, ich habe für die Liste damals ein Tape von diesem Kerl gehört. Das ist der handelsüblichste Trap-Artist, der mir je untergekommen ist. Mit etwas Distanz: Das bisschen Relevanz, das dir staatlich verordenete Lil Baby- und Gucci Mane-Features verleihen, verdampft schnell wieder.

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