Jessie Ware - "Superbloom"
Einfach schee. Das kann sie, die Jessie. Weil sie das so gut kann, macht sie es eben immer wieder. Egal ob 2023 auf "That! Feels Good!" oder jetzt auf "Superbloom". Jessie-Ware-Alben bleiben ein Blindkauf, der sich garantiert nicht rächt. Oder sagt man heute "Blindstream"? Und was verliert man dabei eigentlich, außer ein bisschen Zeit? Wobei, ist Zeit nicht sowieso die wertvollste Währung?
Fragen über Fragen, eine unnötiger, als die andere. Erst recht, sobald die ersten Takte dieses Albums erklingen: "Superbloom" wischt solche Gedankenspiele nämlich mit traumwandlerischer Leichtigkeit beiseite. Zwischen eleganter 70er-Disco, lässigem 80er-Acid-Club-Flair und Songs, an denen Jamiroquai heute scheitern würden, entfaltet sich eine Arrangement-Schönheit voller glänzender Basslines, seidiger Streicher und Wares makelloser Stimme. Jede Menge Discokugel, edel, warm und geschmeidig, und dabei herrlich unangestrengt: das Wohlfühlalbum des ersten Halbjahres.
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1 Kommentar
Das läuft bei mir in Dauerschleife, sehr smart und fein produziert.