Porträt

laut.de-Biographie

BEAT

Als Robert Fripp das King Crimson-Flagschiff Mitte der 2010er Jahre ein letztes Mal zu Wasser ließ, überkam ihn tatsächlich noch die Altersmilde: Die "Elements Of King Crimson"-Tournee deckte – wahrlich unerwartet – beinahe das gesamte Diskografie-Spektrum ab. Eine große Lücke rissen allerdings die 80er-Jahre mit dem wavigen Kult-Trio "Discipline" (1981), "Beat" (1982) und "Three Of A Perfect Pair" (1984).

Tourtipp anzeigen laut.de präsentiert
Bis 20. Juni 2026 BEAT München, Hamburg u.a.
Das 80er-Erbe King Crimsons – mit Steve Vai und Danny Carey im Line-up!

Hintergrund dieser Entscheidung dürfte die Liveeinigung mit Sänger und Gitarrist Adrian Belew sein, den Fripp nach über drei Dekaden per E-Mail aus der Band entlassen hatte: Belew-Kompositionen ja, Belew-Texte nein. Ein Kompromiss, gegen den Fripp später selbst verstieß.

Doch die Zeit für Fans der Talking Heads-geschwängerten Crimson-Phase sollte erst noch kommen: Nachdem sich Fripp erneut in den Ruhestand verabschiedete, taucht 2024 plötzlich ein Name auf, der jedem Crimson-Fan sofort in die Hirnrinde sticht: BEAT.

Der eigentlich immer nach vorne schauende, mit tausenden Projekten bewaffnete Belew, Exzentrik-Frontmann von 1981 bis 2013, gibt seinem Drang nach, die ikonische Trilogie wieder auf die Bühne zu heben. An Bord: Langzeit-Crim-Bass-Koryphäe Tony Levin, der Mann für elastische Grooves von Viersaiter bis Chapman Stick.

Fripp selbst und 80er-Drummer Bill Bruford lehnen Belews Einladung dankend ab. An Brufords Stelle tritt Tool-Drummer Danny Carey, dessen Grooves zwischen Ritual und Mechanik Brufords Schlagzeugsprache perfekt ergänzen. Für den Gitarrenposten nickt Fripp persönlich den Alumni-Virtuosen Steve Vai ab – dieser sei der einzige Gitarrist, der seine Parts glaubwürdig interpretieren könne.

2024 geht das Quartett erstmals auf Tour durch Nordamerika – und die Nachfrage ist gigantisch. 65 ausverkaufte Shows später ist klar, dass hier etwas passiert, das im Progressive Rock sonst nur selten vorkommt: ein Projekt, das Gitarren-Nerds, Tool-Jünger und Art-Rock-Historiker gleichermaßen abholt. Kein Wunder, lassen BEAT doch zu keiner Sekunde den Eindruck einer Tribute-Show entstehen. Das Ensemble spielt die Songs, wie es sie heute fühlt: mal entschlackt, mal verschärft, aber immer mit Herzblut fürs Material.

2025 erscheint das unvermeidliche Livealbum "Neon Heat Disease – Live in Los Angeles" und zeigt: BEAT-Shows sind weniger nostalgische Rückschau als polyrhythmische Hochleistungsrituale. Für alle, die staunen wollen, wie sehr Musik auseinanderfallen kann, ohne zusammenzubrechen – typisch Crimson, mit einer dicken Extraportion Spielfreude. Im selben Jahr führt die Band erstmals eine Tournee nach Mexiko und Südamerika.

2026 folgt dann der langerwartete Sprung über den Atlantik: Im deutschsprachigen Raum stehen Termine in Düsseldorf, Hamburg, Berlin, München und Wien an. Ob und wie lange das Quartett das 80er-Erbe King Crimsons vor sich hertragen wird, steht in den Sternen. Für den Moment aber sind Belew, Levin, Vai und Carey gekommen, um zu bleiben.

Termine

Do 11.06.2026 Düsseldorf (Mitsubishi Electric Halle)
So 14.06.2026 Hamburg (Stadtpark Freilichtbühne)
Mo 15.06.2026 Berlin (Uber Eats Music Hall)
Fr 19.06.2026 München (Tollwood-Musikarena)
Sa 20.06.2026 Wien (Stadthalle)
Alle Termine ohne Gewähr

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