Love - "Da Capo"
Wenn Mitglieder von Led Zeppelin, Pink Floyd, den Ramones und The Damned Fans deiner Band sind, kannst du eigentlich nicht viel falsch gemacht haben, oder? Nun, die eine Seite ist der Respekt der Kollegen, um sich ein Standbein als Profi-Musiker aufzubauen, benötigt es aber auch der Unterstützung der Fans. Teilweise hatten Love diese auch, aber Dummheiten und unglückliche Umstände führten dazu, dass Love nie das Level erreichten, das ihnen eigentlich zustand. Nach dem glorreichen "Forever Changes" (1967) geriet die Band weiter in den Drogensumpf, ehe am Ende Sänger Arthur Lee wegen Raubüberfällen sogar in den Knast wanderte.
"Da Capo" markierte einige wichtige Veränderungen für die Band, darunter ein neues Studio, ein neuer Toningenieur und ein neuer Produzent. Darüber hinaus gab es mehrere Besetzungswechsel: Schlagzeuger Alban Pfisterer wechselte zu den Keyboards, Michael Stuart übernahm seinen Platz am Schlagzeug. Außerdem stieß der Jazz-Saxophonist und Flötist Tjay Cantrelli zur Band. Die Songs wurden von Frontmann Arthur Lee komponiert, aber im Studio überarbeitet und neu arrangiert, wobei die Bandmitglieder ihre eigenen Parts entwickelten.
Im Gegensatz zum Debütalbum "Love" (1966), das von Garage Rock und Folk Rock geprägt war, präsentiert "Da Capo" eine breitere Palette musikalischer Stile, darunter Psychedelic, Pop, Jazz, Latin und Proto-Punk. Das Album gilt zudem als eines der ersten Beispiele für Jazz Rock. "Da Capo" bildet eine stilistische Brücke zwischen "Love" und ihrem gefeierten dritten Studioalbum "Forever Changes". Das Album wurde in zahlreiche Bestenlisten aufgenommen, darunter "100 Great Albums of the Sixties, "All Time Top 1000 Albums" und "1000 Recordings to Hear Before You Die".
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