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Lamb - "Lamb"

Aus Manchester grüßten 1996 Lamb und waren mit ihrem wilden Mix aus verträumten Folk-Melodien, die sie mit zeitgenössischen D'n'B-Sounds und Trip Hop-Collagen mixten, fast zu spät dran. Die Breakbeat-Kollegen feierten ihre größten Erfolge, ehe das Genre zunächst wieder im Untergrund verschwand. Massive Attack und Portishead hatten mit ihren Alben derart intensive Meilensteine erschaffen, dass "Lamb" tatsächlich schon damals etwas aus der Zeit gefallen schienen.

Außer mit Trip Hop, Jazz und Drum'n'Bass durchziehen sie ihre Einflüsse mit einer düsteren Melodik. Der Großteil des Albums besteht aus jazzigen Stücken, die Andy Barlows Synthesizern und Sampler durchbrechen und Louise Rhodes' verführerischer Gesang tragen, der die Elektronik vor allzu großer Kälte bewahrt. Mal klingt ihre Musik verträumt, mal setzt durchdringender Percussion-Sound ein. "Lusty" verwendet kurze melodische Passagen über Loops und Riffs. Am ehesten im kollektiven Gedächtnis dürfte aber der Kruder & Dorfmeister-Remix von "Trans Fatty Acid" sein, den sie für das Remix-Album "The K&D Sessions" verwendeten.

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Lamb - "Lamb"*

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Best of 1996 30 Jahre, 30 Alben

Girlpower, Trip Hop, das "Dark Side Of The Moon" der harten Stromgitarrenmusik, die erste hyperfeminine Rapperin und ein Sampling-Meisterwerk.

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