Platz 28: Dave - "The Boy Who Played The Harp"
Dave! Sorry, ich komm' einfach nicht darüber hinweg, dass man sich DAS als Artistnamen aussuchen kann. Mike ist ja schon egal genug, birgt - für einen Rapper - aber wenigstens noch eine gewisse Doppelbedeutung. Aber Dave?! Wie groß kann der Haufen sein, den jemand auf die eigene Wiedererkennbarkeit setzt?
Irgendwie passt das Understatement dann aber wieder perfekt zum Künstler, er sagte es ja schon wortwörtlich: "I give a fuck about success", mit Einschränkung allerdings, "It it ain't successsive". Geschichte möchte er nämlich schon gerne schreiben, deswegen gibt er sich auf "The Boy Who Played The Harp" nicht mit Kleckerkram ab. Nö, Dave verhandelt die ganz großen Themen, Gut und Böse, Sexismus und Geschlechterrollen und natürlich die Liebe, und weil Dave ein wahnsinnig guter Texter ist, verhebt er sich an diesen inhaltlichen Brocken auch nirgends.
Weswegen es auch noch tiefer, respektive eine Ebene höher gehen darf: Spiritualität und Glaube spielen ebenfalls eine große Rolle. Schon der Albumtitel verweist auf eine biblische Figur, auf den Hirten David nämlich, noch so ein Dave, der einer Erzählung aus dem Alten Testament zufolge dereinst König Saul mit seinem Harfenspiel beruhigte.
Bisschen Harfengeklimper zum Runterkommen könnte ich tatsächlich auch gut gebrauchen. DAVE, ey! Nein, ich komm' nicht drüber weg.
von Dani Fromm
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