Platz 2: Guten Tach! (1992)

Guten Tach, Helge! In diesem Frühwerk feiert Helge Schneider erstmals die Perfektion der Unperfektion. Gemeinsam mit seiner klassischen Band Hardcore, bestehend aus Buddy Casino (Orgel) und Peter Thoms (Schlagzeug), pendelt er zwischen mitreißenden Live-Mitschnitten aus Köln und Gelsenkirchen (1991) und einigen ausgewählten Studioaufnahmen.
Mit größtmöglicher Hitdichte haut er einen Schlager-Gassenhauer nach dem nächsten raus. Ein Album, um das ihn Roland Kaiser und G. G. Anderson bis heute beneiden. Mit dem Ohrwurm "Ladiladiho" reißt er bereits alle Mauern ein. Seine Version von "Take Five" darf man ohne Übertreibung die beste nennen, die je das Licht der Welt erblickte. Sorry, Dave Brubeck, aber die Wahrheit tut weh.
Mit Louis Armstrongs "Wonderful World" aka "Wundervolle Welt" folgt ein weiteres Cover, das eben genau das ist: wundervoll. Doch Schneider kann auch alleine, greift zu den frühen Eigenkompositionen "Texas", "Ladiladiho" und "100.000 Rosen" . Dazu kommen die so typischen Ansagen und Geschichten auf höchstem Niveau: siehe "Der viereckige Hai", "Philisophie I" (mit der ersten Erwähnung von "Lernen, Lernen, Popernen") und das grandiose "Pubertät".
"Guten Tach!" spiegelt den frühen Schneider-Wahnsinn. Ein wilder Ritt, kurz bevor Deutschland endgültig die Scheinwerfer auf ihn richtete. Ein Kleinod des Irrwitzes.
Tipp: "Take Five", "Pubertät"
Och, nö: "Beethoven"
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