Kasabians neues Album "Act III" soll als Mittel der heilenden Ekstase vor allem mitreißen.

Leicester (bsch) - Kasabians neuntes Album "Act III" geht besonders treibend und tanzbar voran, mit verzerrten Basslines, Sprechgesang und dieser typischen Mischung aus Elektronik und Rock-Swagger, die man von Kasabian kennt. Der Maßstab für neue Songs sei mittlerweile nämlich vor allem, dass sie live tausende Menschen bewegen sollen, erklärt Frontmann Sergio Pizzorno uns im Interview: "Im Laufe der Zeit habe ich für mich festgestellt, dass dieses Entfliehen durch das völlige Aufgehen im Augenblick, wie es besonders bei Live-Auftritten der Fall ist, unglaublich wichtig ist. Ich habe das schon immer geliebt, aber heute sind diese Momente besonders kostbar."

Warum ausgerechnet heute? Weil alle nur noch aufs Handy gucken, meint Pizzorno. Bei Konzerten werde man dann jedoch daran erinnert, was uns eigentlich verbindet: "Es ist, als würden alle für einen Moment aufwachen. Das erlebe ich bei den Shows: Die Leute drehen sich um und blinzeln, als würden sie plötzlich realisieren: 'Oh, ich bin ja wieder wach. Ich war wochenlang hypnotisiert, und jetzt bin ich wieder draußen, unter Leuten, und verdammt, ist die Welt nicht großartig?'"

Zwar sei Eskapismus ein zweischneidiges Schwert und er selbst habe früher ein ungesünderes Verhältnis zur Realitätsflucht gehabt, gibt Pizzorno zu: "Als ich jünger war, ging es mir beim Eskapismus um völlige Selbstauslöschung." Doch nun schätzt er die Live-Shows als Mittel der gemeinsamen, heilenden Ekstase. Und die aktuellen Kasabian-Konzerte? Die sieht er als die besten seiner Karriere.

Das ganze Interview mit Sergio Pizzorno über Kasabians Album "Act III", das am 4. September erscheint, findet ihr ab Ende August auf laut.de.

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