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Platz 8: "Simulation Theory" (2018)

Wer ab den 2010ern Muse-Fan bleiben wollte, musste eines erlernen: Cringe-Resistenz. Man schaue sich nur dieses Albumcover an: Matt, Dom und Chris werden eben auch Dads, die sich für besonders funky, lustig und nah am Zeitgeist halten. Natürlich faszinieren sie irgendwann Synthwave, "Stranger Things" und "Kung Fury", auch wenn das spät kommt. Es fällt leicht, auf einem Album wie "Simulation Theory" herumzuhacken. Aber ist das so schlimm? Immerhin trauen sie sich zumindest teilweise etwas, immerhin ist es nicht so generisch wie "Drones".

Songs wie "Propaganda" und "Break It To Me" haben offensichtliche Elemente, die man erstmal für unpassend hält, aber mit jedem Durchgang wachsen gerade diese Songs, weil sie spaßig sind. Beim Hören sieht man vorm inneren Auge die drei Dads, die sich im Studio entweder bepissen oder sich für das Sickeste auf der Welt halten.

Dumme Muse sind besser als generische Muse. Letztere gibt es auf "Simulation Theory" leider auch viel und das ist noch das größte Problem. "Get Up And Fight" oder "Dig Down", die sind doch maximal langweilige Versionen von "The Resistance"-Songs, wer hat nach so etwas verlangt? Bitte nicht Imagine Dragons werden. Abseits davon dürfen die drei sich ruhig mal futuristische Sonnenbrillen aufziehen und sich wie der Drip in Person fühlen.

Anspieltipps:

"Propaganda", "Break It To Me", "Blockades"

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