Nina Chuba veröffentlicht heute die vierte Single ihres kommenden Albums – und schlägt dabei überraschend leise Töne an.
Berlin (lru) - Nach dem Erfolg ihres Debütalbums Glas arbeitet Nina Chuba derzeit an einem Nachfolger, der persönlicher und reflektierter zu werden scheint. Für das neue Album gibt es allerdings noch keinen Titel und kein Releasedatum.
Musikalisch beginnt "Unsicher" reduziert mit einer Akustikgitarre und entfaltet sich im Refrain zu einem sanften 80er-Beat. Der Song klingt gleichzeitig melancholisch und hoffnungsvoll. "Ich stolper' durch die große weite Welt, ich bin so unsicher. Ich bin noch nicht so gut da drin, ich leb' gerade zum ersten Mal" – der Refrain von "Unsicher" greift einen TikTok-Trend auf, der unter dem Motto "It's everyone's first time living too" seit Monaten viral geht. Nina Chuba übersetzt ihn in einen persönlichen Song über Selbstzweifel, innere Zerrissenheit und das Gefühl, trotz allem Erfolg manchmal komplett planlos zu sein.
Nur gut zwei Minuten lang, aber voller Emotion: Mit Unsicher beweist Nina Chuba, dass sie sich nicht scheut, auch ihre leisen Seiten zu zeigen.
In einem auf Social Media geteilten Video spricht sie über die Entstehung des Songs – und darüber, wie hart sie mit sich selbst ins Gericht geht. "Unsicher" sei vor zwei Monaten entstanden, während einer kreativen Durststrecke: "Ich dachte, ich kriege im Studio wirklich nichts hin, weil ich kreativ ein bisschen ausgebrannt war", erzählt sie. Produziert wurde der Track von Flo August, mit dem Chuba bereits mehrfach zusammengearbeitet hat.
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"Ich mach' mir viel zu viel Gedanken um Probleme, die's nicht gibt
Greife nach den Stern'n und wenn ich's schaff', dann nenn' ich's Glück
Ich liebe meine Freunde, aber schreibe nie zurück
Und ich hab' viel zu wenig Zeit, ich hab' viel zu wenig Zeit"
Ich denke, wenn man sich die Zeit nehmen kann, solche Gedichte zu schreiben, ist noch alles halbwegs in Ordnung. Ich hätte folgenden Satz aber so gedichtet:
"Greife nach den Stern'n und wenn ich's schaff, dann schnell zurück, ich liebe meine Freunde, sie sind mein größtes Glück."
Aber gut, das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, manchmal herrscht das Chaos einfach zu sehr.
... nochmal zum Thema "sich zu viele Gedanken machen": der Clou ist ja in der heutigen Zeit der, dass wenn man sich viele Gedanken machen würde, irgendwann darauf kommt, dass wenn man sich wenig Gedanken macht, einen Vorteil gegenüber den anderen hat. Oft hat dies ja auch mit moralischen Einstellungen zu tun, die durch Erziehung tief in unserem Unterbewusstsein hausen. Dalai Lama bietet hierzu erste Gedanken. Ich glaube, es geht gar nicht so sehr um das "zu viel", sondern um das "daneben". Man denkt im Prinzip "daneben". Zu viel Egoismus bei den falschen, zu viel Altruismus bei den richtigen Leuten. Moment, äh, ne.
... da wächst eine ganze Grübel-Generation heran. Frage mich manchmal ernsthaft, wer hier irgendwann noch den Müll weg bringt (geschweige denn: raus bringt) und wer hier gesamtgesellschaftlich die Kohlen aus dem Feuer holt. Allein die überfüllten Schulklassen, wer soll das noch handeln? Bestimmt keine unsicheren Anti-Boomer, die den ganzen Tag nur aus dem Fenster schauen und sich fragen, was denn genau jetzt Identität eigentlich ist. Klar, früher war auch nicht alles besser - Stichwort: Rohrstock - aber es wurde zumindest pragmatisch angepackt. Auch Hauptschüler konnten noch was werden, sich hocharbeiten, Dreisätze berechnen und später dann als Firmeninhaber grübeln. Das wird noch lustig alles, sag ich euch. Selbst Vermieter beklagen sich ja schon, die grübeln alle nur noch und reparieren nichts mehr.
Musik für 11jährige, die davon träumen, endlich ohne Mami shoppen zu gehen.
ist das 1 deutscher reiß ab von doechiis anxiety?