Kanye West schnorrt Milliardäre an und arbeitet weiter an "TLOP", das nur noch auf Tidal verfügbar ist. "Please clap" fordert Edward Snowden.
Kalifornien (kol) - Mit einer großen Show im Madison Square Garden läutete Kanye West die Veröffentlichung seines heiß erwarteten Albums "The Life Of Pablo" ein. Am Sonntag erschien die Platte schließlich offiziell als Stream auf Tidal und als Download auf Wests Homepage. Nachdem sich der Staub langsam legt, erntet der Rapper hauptsächlich Lob. Er selbst scheint mit dem Endergebnis allerdings nicht ganz zufrieden zu sein: Auf Twitter vermeldete Kanye nun, den Download von "TLOP" vorerst einzustellen.
Please for all music lovers. Please subscribe to tidal!!! I decided not to sell my album for another week. Please subscribe to tidal.
— KANYE WEST (@kanyewest) 14. Februar 2016
Die Reaktionen auf diesen Post fallen überwiegend hämisch aus. Viel Beifall bekam Edward Snowden für sein hämisches "please clap". Damit spielt er auf eine Szene aus 'Jeb Bush Akward Moments' an.
Unterdessen bleibt der Streaming-Dienst Tidal vorerst die einzige Plattform, die "The Life Of Pablo" anbietet. Bei anderen Diensten wie Spotify oder Apple Music sucht man die neue LP vergebens. Dass die Strategie, "TLOP" exklusiv auf Tidal zu veröffentlichen, kurzfristig für steigende Nutzerzahlen beim Streaming-Dienst sorgt, will West mit einem Screenshot von den am meisten heruntergeladenen kostenlosen Apps auf iOS beweisen:
Man thank you so so so much everyone for signing up to Tidal. Tidal is now the number one app in the world!!! pic.twitter.com/O3r9DkX03R
— KANYE WEST (@kanyewest) 15. Februar 2016
Mittelfristig macht sich Tidal mit seiner Exklusiv-Strategie wohl eher unbeliebt. Doch die Musik auf Kanye Wests neuem Album spielt im Gesamtkontext ohnehin nur eine untergeordnete Rolle. Der 38-Jährige macht vor allem durch absurde Tweets auf sich aufmerksam. Vor kurzem behauptete er, über 50 Millionen Dollar Schulden zu haben, die durch seine Modelinie entstanden sein sollen. Kurz darauf bat er den Facebook-Gründer und Vorsitzenden Mark Zuckerberg um eine Milliarde Dollar für seine Projekte:
Mark Zuckerberg invest 1 billion dollars into Kanye West ideas
— KANYE WEST (@kanyewest) 14. Februar 2016
Von seinem eigenen Geld könne er seiner Familie zwar ein luxuriöses Leben ermöglichen, jedoch reiche sein Vermögen nicht aus, um "die Welt ein Stückchen besser" zu machen. Welche Pläne der selbsternannte Philanthrop für seine Weltverbesserung hat, verkündete er jedoch noch nicht.
Rundumschlag gegen "weiße Medien"
Mit der Resonanz zu "The Life Of Pablo" scheint Yeezy auch nicht zufrieden zu sein. Zwar gaben viele Musikportale im Netz dem Album eine Top-Bewertung, die West aber für wertlos hält. Auf Twitter wetterte er gegen "weiße Medien", die damit aufhören sollen, "schwarze Musik" zu bewerten:
To Pitchfork, Rolling Stone, New York Times, and any other white publication. Please do not comment on black music anymore.
— KANYE WEST (@kanyewest) 15. Februar 2016
I love love love white people but you don't understand what it means to be the great grandson of ex slaves and make it this far.
— KANYE WEST (@kanyewest) 15. Februar 2016
The system is designed for colored people to fail and one of our only voices is music. One of our only ways out is music.
— KANYE WEST (@kanyewest) 15. Februar 2016
16 Kommentare mit 7 Antworten
er soll mal klarkomen, oder albung mit fler machen, was nur bei titdal kommt und keina hören kan! Dann komen die läute auch bei tidal und mahcen abbo!
Bescheuert diese Releasepolitik! Kein Mensch holt sich dieses scheiß Tidal.
"Please for all music lovers. Please subscribe to tidal!!! I decided not to sell my album for another week. Please subscribe to tidal."
Ganz sicher nicht, du Vollpfosten!
Und sein sonstiges Geblubber erinnert gefährlich an Hollywood Hanks Alter Ego.
Mich erinnert er eher an so einen Boi aus einer Alpenrepublik!
"I love love love white people but you don't understand what it means to be the great grandson of ex slaves and make it this far."
Ja, er hat es in diesem rat race schon extrem weit gebracht, nur kann man darauf leider nicht stolz sein.
dämlichste Releasepolitik von der ich seit langem gehört habe
Alles klar, auf einmal sind alle weißen Menschen Enkel von Sklaventreibern. Und dann zieht er die Scheiße mit Tidal ab, die 30 Sekunden die man kostenlos hören kann sind zwar sehr gut aber man will das ganze Album hören können ohne 10 Euro im MONAT ausgeben. Ich denke deswegen werde ich mir das Album nicht kaufen sondern runterladen wenn es rauskommt, sowas ist einfach nur Geldmacherei