Günther Jauch erklärt Vincent Gross für tot, Beatrice Egli trauert. Der Schweizer Schlagersänger lebt allerdings noch.

Basel (map) - "Endstadium Krebs: Vincent Gross (†29) verabschiedet sich von seinen Schweizer Fans": Mit einem KI-Fakevideo wird dem Schweizer Schlagersänger bereits zum dritten Mal der eigene Tod angedichtet. Diesmal soll Gross angeblich an Darmkrebs gestorben sein.

Gross selbst kann über seinen vermeintlichen Tod allerdings nur lachen. "Bin letzte Woche anscheinend an Darmkrebs gestorben. Keine Angst. Ich bin wohlauf und kerngesund!", stellt der 29-Jährige auf Instagram klar. In seiner Stellungnahme erklärt er außerdem, wie die Betreiber solcher Videos mit der erfundenen Todesmeldung Geld verdienen und richtet seinen Ärger direkt an YouTube.


Vincent Gross ist ein Schweizer Schlagersänger, der bereits als Teenager seine Musikkarriere startete. Mit Alben wie "Prost!" oder "Frei" etablierte er sich in der deutschsprachigen Schlagerszene. Der 29-Jährige ist regelmäßig im Fernsehen und auf Bühnen unterwegs, von seinem angeblichen Ableben ist nicht viel zu bemerken.

Dass Gross inzwischen zum dritten Mal "gestorben" sein soll, hat dabei weniger mit schwarzem Humor als mit einem ziemlich simplen Geschäftsmodell zu tun. Die Fake-Videos setzen auf möglichst drastische Schlagzeilen, bekannte Namen und KI-generierte Inhalte, um Klicks zu sammeln. Davon betroffen ist nicht nur Gross, auch andere Prominente wie Sonia Liebing, Mario Barth, Michael Schumacher oder gar König Charles wurden im Netz bereits für tot erklärt.

Vor den Videos läuft Werbung, an der die Betreiber mitverdienen. "Die posten solche Fake News. Dass ich tot bin, die Leute klicken drauf, und dann schalten die Werbung vor die Videos. Und dadurch machen die ihr Geld", erklärt Gross.

Seinen Ärger richtet der Sänger deshalb auch an YouTube. Gerade angesichts der immer leichter zugänglichen KI-Werkzeuge müsse eine große Plattform solche offensichtlich gefälschten Inhalte erkennen und entfernen können, findet Gross. Sein Appell fällt entsprechend direkt aus: Wenn YouTube Fake-Accounts erkennen könne, müsse das doch auch bei solchen Fake-News-Videos möglich sein. Bis dahin darf Gross offenbar damit rechnen, auch nach seinem nächsten digitalen Tod wieder aufzuerstehen.

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