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Platz 7: 2017

Legenden (5 Punkte)

Playboi Carti: Hey, wir haben es mal zu einem Fünf-Punkte-Artist geschafft, und wir fangen gleich mit dem wohl kontroversesten an. Aber höret mich an: Für mich ist das Legenden-Tier für absolut maßgebliche Artists. Für Leute, die den Sound des Genres prägen und bei denen alle den Atem anhalten, wenn die aus dem Nichts ein Album droppen. Carti gehört für mich definitiv in diese Kategorie. Nicht nur hat er maßgeblich zu Rage und Plugg als Genres beigetragen. Er ist zudem ein kommerzieller Juggernaut und momentan der meistgebitete Artist überhaupt.

High Level (3 Punkte)

XXXTentacion: Noch ein Rest in Peace und einer der seltsamsten Artitsts, um sie in diese Liste zu katalogisieren. X war dieser superkomplizierte, auf seine Art aber irgendwie auch total essentielle Künstler für das Soundcloud-Zeitalter, der ästhetisch wie musikalisch in seiner kurzen Schaffenszeit wahnsinnig Eindruck hinterlassen hat. Er hat das meistgestreamte Rap-Album auf Spotify. Ich würde sogar verstehen, wenn manche ihn ein Tier höher platzierten.

Solide Nische (2 Punkte)

A Boogie Wit Da Hoodie: Man muss wohl aus New York kommen, um A Boogie so richtig zu verstehen. Für meine Ohren ist er einer von vielen Autocroonern, die es zu dieser Zeit wie Sand am Meer gab. Aber er war in einem der krisenlastigsten New Yorker Jahre wohl der einzige aus der Stadt, der so richtig Hits auf Street-Level gemacht hat. Das wird ihm NYC wohl nie vergessen.

PnB Rock: Noch ein Rest In Peace. Verdammt, ey. PnB hat eine seltsame R'n'B-Rolle im Soundcloud-Kosmos eingenommen und war sowohl als Lead-Artist als auch als Feature immer wieder gern gesehen. Ein Tonangeber war er nicht, aber bis zu seinem Tod hat sich seine Relevanz solide gehalten.

One-Hit (1 Punkt)

Kamaiyah: In der Bay Area ist sie eine kleine Legende, aber überregional assoziieren viele wohl nur mit ihr, dass G-Eazy mal damit angegeben hat, er könne sie jederzeit anrufen.

Aminé: Er hat wirklich versucht, ein kleiner Indie-Kultheld zu werden. Seine Tapes waren auch nie wirklich scheiße, aber am Ende ist es für Aminé einfach nie passiert. Seine größte Legacy bleibt "Caroline".

Kyle: Wobei er dabei immer noch besser dasteht als der absolut sympathsiche Kyle, der nach seinem Lil Yachty-Feature "iSpy" einfach gar keinen Fuß mehr in die Tür bekommen hat. Vielleicht hätte er sich einen spannenderen Rappernamen suchen sollen.

MadeinTYO: Wobei ... scheinbar hilft auch das nicht so viel. Besagter Soundcloud-Veteran, der in Tokyo geboren wurde, hat einen ganz coolen Namen und sowohl in den Anfangstagen von Plugg als auch in den Anfangstagen von Rage relevante Tapes gemacht. Trotzdem ist er dem Schatten von "Uber Everywhere" nie ganz entkommen

Ugly God: Er dagegen ist dem Schatten von "Water" tatsächlich entkommen. Leider vor allem, indem er gerade vor Gericht steht, beschuldigt, den Vater seines besten Freundes ermordet zu haben.

Kennt-absolut-keiner (-1 Punkt)

Kap G: Aber immerhin, an all diese Leute erinnert man sich immerhin noch vage. Aber hat irgendjemand überhaupt jemals von Kap G gehört? Der Kerl mit der donnernden Frisur hat einen Mini-Hit dank Uzi-Feature, aber ich verspreche euch: Der war schon 2017 nicht relevant.

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