"Am Sonntag würde Heino Felix wählen" warb der AfD-Landratskandidat Felix Teichner. Der leitet nun rechtliche Schritte gegen die Wahlwerbung ein.

Brandenburg (mag) - Heino hat gegen AfD-Wahlwerbung geklagt. Der AfD-Landratskandidat Felix Teichner hatte in Sozialen Medien den Satz "Am Sonntag würde Heino Felix wählen" gepostet.

Das Schlager-Urgestein ließ via Anwalt der Bild-Zeitung ausrichten, "...dass er jegliche politische Instrumentalisierung ablehnt und Sie [die AfD] nicht wählen würde". Neben einer einstweiligen Verfügung stellt der Sänger außerdem Anspruch auf 250.000 Euro Schmerzensgeld für den "unabsehbaren Reputationsschaden".

AfD-Politiker Teichner gibt sich angesichts der Summe kleinlaut. Die Viertelmillion könne er nicht abbezahlen. Motivation für das Posting komme daher, dass Teichner selbst Fan von Heinos Musik sei. Der 87-Jährige singt vor allem über Sex, Saufen und über Heimat. Letzteres ist bei der AfD immer wieder ein leitendes Wahlkampfmotiv.

Heino polarisiert

Der Sänger polarisiert. Im März hatte er ein Solidaritätskonzert für einen Feuerwehrmann gegeben, der die erste Strophe des Deutschlandlieds abspielte und dann vom Feuerwehrverband sanktioniert wurde. Die Zeilen der von den Nazis als Propaganda missbrauchten Hymne hatte der Schlagerstar einst auf Wunsch des ehemaligen baden-württembergischen Ministerpäsidenten und früheren NS-Marinerichters Hans Filbinger (CDU) in seine Verson eingebaut.

Die Debatte, ob man die Werte einer Person von ihrer Musik trennen kann - ist dank Xavier Naidoo, Kanye, et cetera aktueller denn je. Der Schlagersänger Heino vertrat früher öffentlich die Meinung, dass seine Musik weder links noch rechts sei - nun positioniert er sich jedoch stark mit der Klage gegen die AfD.

Bereits im Jahr 2023 hatte er sich wiederholt für ein Verbot der Partei ausgesprochen. Gebracht haben dürfte die Heino-Werbung der AfD außer Geldzahlungen nichts; die CDU verteidigte ihr Amt gegen den Herausforderer Teichner.

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Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Heino,  | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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3 Kommentare mit 3 Antworten

  • Vor 2 Stunden

    Man fragt sich, wo diese Partei stünde, wären nicht so absolute Hohlbrote in ihnen vertreten. "Bin Heino - Fan und er würde mich wählen"... das ist Wahlkampf aus den apathischen 60ern, wo die Union ein Bierfass vor den dörflichen Tante-Emma stellen musste und das absolute Mehr auf sicher hatte. Aber im Social Media - Zeitalter?

    • Vor einer Stunde

      Die AfD macht "hervorragende" Social Media Arbeit. Die siehst du nur nicht, weil das vorrangig auf Kanälen (TikTok z.B.) passiert, die du mutmaßlich nicht abrufst. Es wäre fatal, die Desinformations und Propagandamaschinerie der Partei aufgrund der zweifellos vorhandenen Hohlbrote als ebenso hohlbrotig abzutun.

  • Vor einer Stunde

    Erste Strophe singen und gegen die AfD sein ist schon eine interessante Kombi. Hatte kurz überlegt, was ich davon halten soll, aber dann fiel mir ein dass es Zeitverschwendung ist, und dass ich mich 42 Jahre nicht für Heino interessiert habe.

  • Vor 53 Minuten

    Hä, hat Heino nicht einen "deutschen Trump" gefordert? Da wäre die AfD doch am nächsten dran. Mehr zumindest als Wendehals Merz und seine Partei...