Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen in der Hauptstadt der berühmtesten Metal-Band der Welt.

Berlin (maxi) - Über 95.000 Fans tummeln sich bei Metallicas Gastspiel 2026 in Berlin – offenbar bricht damit ein deutscher Zuschauerrekord, den U2 2009 aufstellten. Am Bierstand in der Halbzeit – kleine Fußballanspielung – gibts massive Beschwerden einer Münsteraner Mutter, die mit ihrer Tochter angereist ist: Der Sound sei beschissen. Diesen Vorwurf kann man, altes Olympiastadion-Problem, nicht wirklich entkräften. Immerhin: Man erkennt die Songs, die die weltberühmteste Metal-Band aus dem Zentrum ins weite Rund feuert.

Zu Beginn läuft traditionell AC/DC, dann Ennio Morricone. In der Mitte des Sets covern Kirk und Rob als Geschenk an Berlin Rammsteins "Sonne", was musikalisch unterwältigt und jegliche Sensibilität für gesellschaftliche Diskurse der vergangenen Jahre vermissen lässt. Die gar nicht so wenigen Leute, die hier ernsthaft mit Caps der Teutonenband auflaufen, dürfte es freuen. Natürlich gilt die Unschuldsvermutung.

Obwohl man auf den Sitzplätzen in der Schüssel distanztechnisch dissoziiert und länger ansteht als bei Mustafas Gemüsekebap, um seine Notdurft zu verrichten, funktionieren das Konzert und sein gigantomanischer Ansatz. Turmhohe Videosäulen informieren das Publikum darüber, was die vier Arbeiterameisen im Mittelkreis abreißen. Maximale Intensität stellt sich beim finalen Hit-Triple aus "Seek & Destroy", "Master Of Puppets" und "Enter Sandman" ein, wenn die Echos der Stimmen im geschichtsträchtigen Komplex lauter widerhallen als zu düstersten Zeiten – auch auf der traditionell etwas affektarmen VIP-Tribüne mit ihren Rich Kids.

Apropos Reichtum: Ein Bier am Olympia-Eck vor dem Stadion kostet sechs Euro, fliegende Händler veräußern das flüssige Gold aus dem Rucksack im Stadion für 10,50. Aber: Gleichgültig, ob die Besucher Merch von Guns N' Roses, Nine Inch Nails, Scorpions, Pantera, den Stones, den völlig unpolitischen Onkelz, Rammstein oder schwarz-rote Karohemden aus dem EMP-Katalog tragen – alle haben sie Bock auf Metallica und nehmen die infrastrukturellen Qualen meist mit dem Gleichmut eines Pilgerfahrers auf sich. Die Pommesgabel ist ihr Buen Camino.

Zum Schluss, leider ohne einen einzigen Song von "St. Anger", der blechern eingedroschenen Selbsttherapie der Band und ihr wohl kontroversestes Album, gespielt zu haben, droht James Hetfield allen Anwesenden unter krachendem Feuerwerk: "Ob ihr wollt oder nicht, ihr seid nun Teil der Metallica-Familie. Wir werden euch suchen und finden." Zum Glück sind die meisten Anwesenden ohnehin freiwillig hier!

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Berlin, Olympiastadion, 2026 Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo.

Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof) Rekord im Olympiastadion: 95.000 Fans huldigen den US-Metal-Giganten James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo., Berlin, Olympiastadion, 2026 | © laut.de (Fotograf: Rainer Keuenhof)

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2 Kommentare mit einer Antwort

  • Vor 3 Stunden

    "Turmhohe Videosäulen informieren das Publikum darüber, was die vier Arbeiterameisen im Mittelkreis abreißen."

    Werde glaube ich nie verstehen, was was daran der Reiz sein soll. Geht wohl eher darum einfach nur dabei gewesen zu sein, anstatt ein Konzert wirklich auch zu erleben und zu genießen, mittendrin zu sein. Und dafür zahlt man dann einen batzen Geld. Aber so wie jeder mag und will

    • Vor 3 Stunden

      Nunja, man muss halt auch an diejenigen denken, die aus zufälligen Gründen sich auf einem Metallica-Konzert befinden, insofern ist angebotene Distanz absolut erforderlich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da viele mit Absicht hingehen. Ich vermute sogar, dass auch ein Metallica-Mitglied selbst seit Jahrzehnten gezwungen wird teilzunehmen und sehr wütend darüber zu sein scheint.

  • Gerade eben

    Was für eine grandios langweilige Setlist. Respekt. Mir haben aber schon die ganzen Ballermann-Eventfans überall gestern gereicht.