23. September 2026

"Ich wollte mit meinem Sound brechen"

Interview geführt von

Nico Santos steht für gute Laune und tanzbare Hooks. Doch auf dieses Image will sich der Popsänger nicht reduzieren lassen. Auf seinem kommenden Album "POV" zeigt er unterschiedliche Seiten und sorgt mit musikalischer Experimentierfreude für Überraschungen.

Das Leben als Popstar war für Nico Santos immer Berufswunsch Nummer eins, einen Plan B hatte er nicht. Sein großer Traum ging in Erfüllung: Mittlerweile gehört der 33-Jährige zum Inner Circle der deutschen Pop-Elite. Santos coacht Nachwuchs-Talente bei The Voice of Germany, chillt am Set von Sing Meinen Song am Lagerfeuer mit Popstarkollegen und füllt bei seinen Konzerten ganze Stadien. Sein Erfolgsrezept: Tanzbare Gute-Laune Songs, meistens auf Englisch, aber auch mal auf Deutsch. Die Formel hat bisher funktioniert. Aber gegen den Gedanken, vorhersehbar zu werden, wehrt sich Santos mit Vehemenz. Mit seinem neuen Doppelalbum "POV", das Ende Oktober erscheint, begibt er sich auf kreatives Neuland, bricht mit alten Erwartungen und lädt zu einem Perspektivwechsel ein. Wir haben den Sänger im Büro von Universal Music in Berlin getroffen.

Hi Nico, in deinem neuen Album gibt es diese Zeile: "Today I'll be an Optimist". Das klingt nach einer bewussten Entscheidung. Was macht dich zum Optimisten?

Zunächst einmal, dass ich diesen Song geschrieben habe. Er ist der Reminder an mich, dass ich es immer weiter bleiben soll. Ich bin eigentlich von Natur aus ein Optimist. Nur manchmal ist es wie bei wahrscheinlich jedem Menschen, dass einem die negativen Sachen ein bisschen zu Kopf steigen und dass man immer mehr in diesem negativen Sog drin ist. Und der Song ist mein Reminder: Ey, wir Menschen sind eigentlich dafür gemacht, optimistisch zu sein. So haben wir das alles geschaffen, was wir bis jetzt geschafft haben. Mit dieser Einstellung gebe ich mir selber diese Power, um weiter optimistisch zu bleiben.

Wie so ein Zettel am Kühlschrank?

Ja, genau. Es ist die Entscheidung: Das manifestiere ich für mich selbst.

Und funktioniert das?

Ja, ehrlich gesagt schon. Auch immer wieder, wenn der Song irgendwo im Hintergrund läuft oder irgendwas, ich merke so wieder ... Nico, du weißt, was du selber geschrieben hast.

Du bist in Mallorca aufgewachsen und würdest du sagen, dass die Grundeinstellung allgemein dort anders ist als hier?

In manchen Sachen ja, in anderen nicht. Man lebt natürlich auf einer Insel, es ist nochmal mehr was anderes. Aber wir sind schon, auf jeden Fall als Kinder, als Jugendliche, sehr positiv und sehr optimistisch durchs Leben gegangen. Wie auch nicht, wenn man diese Surroundings hat. Fünf Minuten von unserem Fußweg zur Schule war der nächste Strand.

Also es war wirklich so, wie man sich das vorstellt. Ich glaube, sehr viel von meinem Optimismus und meiner sehr positiven oder sehr einfach zu begeisternden Art habe ich davon. Aber trotzdem gibt es da natürlich auch ultra viele Probleme, zum Beispiel mit dem Massentourismus. Herausforderungen gibt es überall. Und die sind aber auch nicht weniger schlimm, nur weil man in einer schönen Umgebung lebt.

Ich frage mich, ob es in Berlin vielleicht doch ein bisschen schwerer ist, ein Optimist zu sein.

Manchmal ja, aber manchmal auch nicht. Der Berliner Sommer ist für mich so das Schönste, was es gibt. Auf einmal steht einem die ganze Welt offen. Und alles pulsiert und alles lebt. Und das ist für mich immer so: Jetzt geht es wieder richtig los. Das ist immer so ein kleiner Schub. Man sagt ja als Berliner, man muss sich den Sommer erkämpfen. Du musst ihn dir verdienen. Deswegen ist der Winter doppelt so hart.

Das Album heißt ja POV. Und das bedeutet im Internet-Slang so viel wie "Perspektivwechsel". Welche Perspektive zeigst du uns mit deinem Album?

Mehrere. Deswegen steht auch POV nicht nur für "Point of View", sondern jeder einzelne Buchstabe steht für eine Platte. Und "P" steht für Personal. "O" für Optimistic. Und das sind die beiden, die am gleichen Tag rauskommen werden: "Personal" ist die eine, sehr, sehr persönliche Seite. Und "Optimist" ist die andere, die sehr optimistische Seite. Und deswegen klingen die beiden super anders.

Wofür steht das "V"?

Das will ich dir nicht verraten (lacht). Nein, das dauert noch ein bisschen.

Alles klar, dann lass uns über "Personal" und "Optimist" reden: Du hast gerade angesprochen, dass die beiden Platten sich wesentlich unterscheiden. Kannst du uns in den Entstehungsprozess mit reinnehmen?

Also die beiden Seiten sind erstmal soundtechnisch komplett unterschiedlich: Es sind zwei Welten. Das habe ich auch bei dem Songwriting-Prozess gemerkt. Ich habe Songs, die unglaublich reduziert sind. Und ich habe Songs, die mit allen möglichen neuen Sounds experimentieren. Ich habe gemerkt, das ist nicht ein Album. Weil die sind so verschieden. Es hat sich immer weiter herauskristallisiert: Entweder ist der rote Faden, dass es keinen roten Faden gibt. Oder aber ich habe hier gerade zwei Seiten, die ich gerade parallel mache.

Und mittlerweile finde ich das geil. Weil ich habe Songs, die sind so persönlich. Und die erwarten nicht von einem, dass die eine Hook haben oder ganz groß oder laut werden müssen. Die können einfach super reduziert sein. Die erste Seite ist sehr reduziert und bewusst sehr klein gehalten. Dadurch ist die optimistische Seite viel, viel größer, die darf auch mal explodieren.

Gibt es im Pop einen gewissen Zwang, Songs mit starken Hooks zu bringen? Oder hättest du gerne auch mal einfach nur eine ruhige Platte rausgebracht?

Ne, also den Zwang gibt es nicht. Aber ich merke ja selber, wenn ich eine Platte höre von einem meiner Lieblingskünstler, wenn ich dann nur die ruhigen Balladen und Songs höre, denke ich, jetzt könnte aber auch mal wieder ein bisschen was anderes folgen. Also ich merke das bei mir selbst. Wahrscheinlich ist es mein ADHS, das mir das gar nicht so erlaubt. Aber ich habe selber gemerkt, ich will auch eine andere Seite zeigen. Sonst kann ich auch nur ein Akustikalbum bringen. Und dafür ist mir das Wort "Album" zu wichtig, als nur so was, ganz, ganz runtergebrochenes zu bringen. Ich schreibe nicht Songs mit der Einstellung: "Heute schreibe ich wieder einen ruhigen Song". Ich fange einfach an und gucke, was daraus wird.

Und manchmal passt es, dass man alles einfach aufs Minimum reduzieren kann, dass es einfach so richtig stripped down ist. Und manchmal braucht man einen Song mehr, weil man freut sich, da noch mal einen Synthesizer einzuspielen. Dann gehst du an die MPC, dann machst du da die Beats. Für mich war es super cool, dass ich zwei Platten mit unterschiedlichen Stimmungen hatte: So konnte ich die Songs links oder rechts swipen.

"Ich hatte nie einen Plan B."

Bei The Voice of Germany schlüpfst du regelmäßig eine ganz andere Rolle als die des Sängers. Ich finde das faszinierend, denn das ähnelt in einigen Punkten der Arbeit eines Musikjournalisten: Du schaust dir die Auftritte an und bewertest diese. Hat diese Rolle deine eigene Perspektive auf Musik im Allgemeinen oder vielleicht auf deine Musik verändert?

Ja, ich glaube sogar sehr. Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich gemerkt: Ich habe diese unfassbare Passion Musik zu machen, aber ich habe noch nicht meine Stimme gefunden. Ich habe noch nicht diese Nische gefunden, wo ich zu 100% ich bin und wo ich herausstechen kann. Und das war ein Prozess. Das war auch einer der Gründe, warum ich Coach geworden bin bei The Voice of Germany.

Denn ich habe als Coach manchmal das Gefühl, okay, hier höre ich, dass diese Person schon ihre Stimme gefunden hat oder diese Person könnte sie noch finden. Und manchmal denke ich, dass ich eine Stimme unbedingt in meinem Team haben will, weil die mich so flasht.

Als Coach denke ich daran, was mir persönlich geholfen hat. Ich hatte selbst so gute Mentoren, dass ich dieses Wissen jetzt weitergeben kann. Und das spielerisch, weil es macht einfach so viel Spaß, mit so vielen neuen Leuten, die wissbegierig sind, die was zeigen wollen. Es macht Spaß, sich damit zu umgeben.

Manchmal frage ich mich, ob ich einen Song vielleicht anders jetzt geschrieben hätte, wenn ich den Song zum Beispiel auf einer Bühne für The Voice performen würde. Dann denke ich oft, okay, den würde ich eher so schreiben oder produzieren, damit er für dieses Format eher passt. Aber beim Songwriting-Prozess mache ich mir diese Gedanken irgendwie nicht, eher dann beim Mixing und Mastering.

Welche Elemente würdest du bei einem "The Voice"-Song anders machen?

Ich glaube, was diese 1,5-Minuten-Songs bei Auditions oft ausmacht, ist, dass sie statt dreieinhalb Minuten meistens nur eineinhalb Minuten lang sind. Du musst da so viele Variationen und so viel Dynamik wie möglich zeigen. Also, es darf klein anfangen, aber dann auf jeden Fall mal in einen großen Moment ausbrechen und eine ganz andere Note zeigen.

Und ich glaube schon, dass ich dadurch noch mehr gelernt habe, weil ich weiß: Okay, das wird von einem in dieser kurzen Zeit erwartet. Das sollte man dann alles mit reinbringen.

Ich muss da an Nico Traut denken, den ich bei mir im Team gecoacht habe. Er hat "Play With Fire" gecovert, aber ganz runtergebrochen, nur an der Gitarre. Und das war so eine originelle Version des Songs, dass es alle geflasht hat, der war so ein 4er-Buzzer. Denn er hatte seine Stimme und seinen eigenen Style schon gefunden.

Das sind immer die Momente, wo man sofort hinhört. Wo man sagt, okay, hier passiert gerade etwas, das man sofort greifen kann und einen sofort mitnimmt.

Hast du schon mal erlebt, dass ein Cover eines deiner eigenen Songs noch besser war, als was du geschrieben hast?

Ja, vor allem Nicos Version von "Play With Fire" ist schon eines meiner absoluten Favorites gewesen. Ich durfte ja auch bei Sing Mein Song mitmachen. Da passiert ja genau das. LEA hat dort "Walk In Your Shoes" gesungen, einen Song, den ich für meinen verstorbenen besten Freund geschrieben habe.

Sie hat zwar nur wenig an dem Song verändert, aber sie hat ihn für mich gesungen. Und das war ein Moment, für den ich ihr so sehr danke. Diese Performance war so schön und berührend, dass es sich wie ein anderer Song angefühlt hat. Sie hat ihn nicht für meinen besten Freund gesungen, sondern für mich, um zu heilen.

Könntest du dir vorstellen, auch mal eine Album- oder Konzert-Rezension zu schreiben?

Ich kann mir das sehr, sehr gut vorstellen sogar. Ich liebe Musik über alles. Meine Frau und sehr viele meiner Freunde wissen, dass es fast keinen Moment gibt, wo ich nicht Musik anhabe, Musik höre und die analysiere.

Ich hatte nie einen Plan B, ich hatte immer nur diesen einen Plan A. Aber wenn ich einen Plan B hätte, dann wäre das, glaube ich, parallel zur Musik entweder A&Ring, also Songs rauszupicken, was gefällt mir, welche Künstler gefallen mir oder Rezensionen zu schreiben. Kann ich mir schon vorstellen.

Ich kann ja mal bei uns in der Redaktion nachfragen.

Sehr gut (lacht).

"Ich wollte mit meinem typischen Sound brechen."

Viele der Songs sind für dich typisch gut gelaunt. Trotzdem schimmert in "Human Being" und "Ray of Light" der Blues ein bisschen durch. Hast du manchmal den Blues?

Ich bin damit aufgewachsen. Mein Papa war Jazz-Musiker, meine Mama war Grunge-Musikerin. Das, was sie gemeinsam hatten, waren oft die Blueskünstler. Durch solche Alben und Künstler habe ich gemerkt, diese Schwere, die da drin liegt, das gefällt mir, das macht was mit uns, also auch als Familiengang. Uns haben viele Songs vereint, nicht nur Blues, sondern vor allem R&B, also Rhythm & Blues. Das ist immer noch mein Lieblingsgenre.

Bei "Ray Of Light" hast du im Intro Bill Withers' "Grandma's Hands" gesampelt. Wie kam es zu der Entscheidung? War das inspiriert von "No Diggity" oder von Withers?

Von Bill Withers. Ich durfte seine Tochter vor zwölf Jahren kennenlernen, als ich zum Songwriting in L.A. war. Damals habe ich mit ihr geschrieben. Ihr Vater ist ja vor fünf Jahren gestorben, und der Song stand schon, aber ihm fehlte ein Element, was ihn zusammenhält. Damals habe ich das Album "Just As I Am" von Bill Withers gehört. "Grandma's Hands" folgt direkt auf "Ain't No Sunshine". So bin ich auf diese Idee gekommen.

"Sunshine" und Melancholie finden sich ja auch auf "POV" wieder. Wann fällt dir Songwriting am leichtesten? Einige Songwriter sagen, es fällt ihnen eher schwer, Songs zu schreiben, wenn sie glücklich sind. Wie ist es bei dir?

Wenn ich glücklich bin, schreibe ich auch gerne glückliche Songs. Es gibt verschiedene Arten, ans Songwriting heranzugehen. Einer meiner Lieblings-Sommer-Songs ist zum Beispiel "Seven Days in Sunny June" von Jamiroquai. Aber den hat er in Schweden geschrieben, im tiefsten Winter. Das sind die Menschen, die den Wunsch nach etwas haben und aus dieser Motivation schreiben. Wenn ich glücklich bin, will ich trotzdem nicht aufhören, diese Songs mit Emotionalität zu haben oder mit ein bisschen mehr Tiefe oder Trauer, weil ich liebe auch traurige Songs. Und ich will das nicht verlieren. Auf der neuen Platte gibt es mit Abstand den Lieblings-Sad-Song, den ich bisher geschrieben habe: "Learn To Love Again". Auch wenn ich gerade nicht sad bin.

Ich will als Musiker immer ein Messenger bleiben, jemand, der Gefühle transportiert und sich darin hineinversetzt. Nicht jeder ist gerade happy. Aber ich weiß, wie ich mich gefühlt habe, als ich 15, 16 war und diese Songs gebraucht habe. Es gibt einen Satz von meinem besten Freund, der bei mir hängen geblieben ist. Bei der Trennung von seiner ersten Freundin sagte er: "Ich habe mich dann einfach eingeschlossen und habe drei Wochen lang Sad Songs gehört und dann ging es mir wieder gut." Und das verstehe ich sehr. Musik hilft dir, über Sachen hinwegzukommen und danach fühlst du dich wieder neu.

Schlüpfst du auch manchmal in eine Rolle rein, wenn du Songs schreibst?

In alte Rollen, würde ich sagen. Wenn ich jetzt über eine Trennung schreibe, dann schlüpfe ich in meine alte Rolle. Aber einfach nur, um in dem Moment zu sein, um präsent zu sein und nachzuvollziehen, wie sich das damals angefühlt hat oder woraus man vielleicht eine Lehre ziehen kann.

Beim Songwriting für andere schlüpfe ich aber auf jeden Fall in andere Rollen. Ich liebe das. Ich habe mal für den Tatort einen Nick Cave-mäßigen Soundtrack geschrieben. Das ist etwas ganz anderes, als das, wo ich herkomme. Aber es macht so viel Spaß mit so etwas herumzuexperimentieren.

Auf Social Media schlüpfst du auch öfter in Rollen rein. Das ist sehr unterhaltsam. Du kommst ja aus einer Schauspielerfamilie und hast bei "Rote Rosen" auch selbst schon mal eine Rolle gespielt.

Ja, aber wirklich sehr schlecht. Ich bin der schlechteste Schauspieler der Welt.

Oh, ich wollte eigentlich gerade fragen, ob an dir ein Schauspieler verloren gegangen ist.

Nein, ehrlich gesagt nicht. 2015 hatte ich meine erste Rolle. Da habe ich gemerkt: ich glaube ich belasse es bei der Musik. Da fühle ich mich wohler. Ich kann mir sehr schlecht Texte merken ohne Musik. Und da hört es dann schon auf bei mir. Das ist ganz komisch, ich habe damals in der Schule auch immer nur mit Melodien gelernt. Um einen Text auswendig zu lernen, musste ich immer eine Melodie haben, sonst war es weg.

Verstehe. Du hast in "Rote Rosen" einen Musiker gespielt. Hast du dich dann im Prinzip nur selbst gespielt?

Nein, in der Soap hieß ich "Tiger Red" und war auf der Flucht von Fans. Aber damals hatte ich noch keine Fans. Ich hatte eine Ratte auf der Schulter. Ich habe sehr schlecht geschauspielert. Ne, ich habe mich da nicht wiedergesehen.

In "Letting Go" singst du vom Loslassen. Gibt es irgendetwas, persönlich oder kreativ, das du beim Produzieren oder Schreiben des neuen Albums selbst losgelassen hast?

Ich habe die Zweifel losgelassen und solche Fragen wie: Kann ich das machen, kann ich mich von dieser persönlichen Seite zeigen? Will ich das alles sagen? Will ich wirklich so viel Preis geben? Auf "Personal" habe ich zwei der mit Abstand persönlichsten Songs geschrieben in meinem Leben. Das ist der erste und der letzte Song. Ich will nicht zu viel vorwegnehmen, aber ich bin ja auch Familienvater. Ich habe auf jeden Fall Songs geschrieben, die ich sehr wichtig finde. Das Schöne ist, dass die in meinem engsten Kreis schon die Favorite-Songs sind. Die Reaktion, die ich von meiner Familie bekommen habe, war überwältigend. "Track 6" war eine Sache, die mich etwas Mut gekostet hat. Man muss sich schon trauen, so etwas zu machen. Weil man sich von der verletzlichsten Seite zeigt. Mir gefällt es, dass ich jetzt so davon überzeugt bin, dass ich es anderen zeigen kann.

Bei der anderen Platte, "Optimist", ist es so: Ich glaube schon, dass viele Leute sagen, "Nico hat einen Sound". Damit wollte ich einmal komplett brechen, das habe ich an einigen Stellen gemacht. Sehr viele Musikfreunde haben gesagt, was ist denn hier los? Hier hast du auf jeden Fall experimentiert. Das freut mich am meisten bei der Platte.

Du stehst vor deiner zweiten Arena-Tour.

Ja, beziehungsweise der ersten richtig großen Arena-Tour, bei der alles Arenen sind.

Welche Dinge hast du in der ersten riesigen Tour gelernt? Was nimmst du mit in die immer größer werdenden Gigs?

Diese Tour ist besonders, weil ich weiß, was für ein Druck auf dem ganzen Projekt liegt. Ich habe ja nicht nur die eine Karriere als Nico Santos, sondern ich habe auch letztes Jahr ein Album auf Deutsch rausgebracht als Santos. Ich glaube schon, dass viele auch beide Seiten hören wollen.

Das ist etwas, was es zum ersten Mal geben wird. Dann gibt es, dass man jetzt die Möglichkeit hat, sehr viele Spinnereien, die man so in seinem Kopf hat, die man gerne vielleicht mal hätte bei einer Arena-Tour, dass man die machen kann. Dass man die Chance hat, ein paar Sachen auf die Bühne zu bringen, die ich mir schon als Kind vorgestellt habe.

Mit der Crew geht es bald zu den Produktionsproben. Da werden wir zum ersten Mal die Bühne sehen. Wir haben uns sehr viele Phasen in dieser Show überlegt. Das alles unterzubringen, ist, glaube ich, das Schwierigste.

Ich weiß, du darfst nicht zu viel verraten, aber kannst du etwas anteasern?

Wie soll ich das machen, ohne zu viel zu verraten? Das ist so schwer. Also das Album "POV" ist da auf jeden Fall mit drin. Es wird auf jeden Fall ein Element geben, was mal da ist, mal nicht da ist, aber von dem man mich aus verschiedenen Perspektiven sehen kann. So viel.

Vielen Dank für das Interview.

Danke, sehr, sehr gerne.

Weiterlesen

LAUT.DE-PORTRÄT Nico Santos

Schon im Alter von zwei Monaten hat es Nico Santos geschafft. Er entkommt dem grauen Bremen und wächst fortan im 17. Bundesland der Deutschen, Mallorca …

2 Kommentare