Passend zu seinem bald erscheinenden Album veröffentlicht A$AP Rocky zum Song "Punk Rocky" ein Musikvideo im Tim-Burton-Stil.

New York (dml) - Eine Woche vor dem Release seines Albums "Don't Be Dumb" hat der Rapper kürzlich eine neue Single veröffentlicht: "Punk Rocky" kommmt samt Musikvideo. Wie der Titel des Songs anmutet, verlässt A$AP Rocky die gewohnte Trap-Komfortzone.

Stattdessen erhalten wir einen Titel, der viel mehr an Indie- oder Psychedelic Rock erinnert. Das ulkige Musikvideo ist im typisch comichaften Look eines Steifens von Tim Burton gehalten, der auch an der Gestaltung des Coverarts des Albums beteiligt war. Das erklärt auch den Gastauftritt der "Stranger-Things"-Schauspielerin Winona Ryder, die schon in einigen Tim-Burton-Produktionen mitspielte. Narrativ spielt sich das Video, bei dem Rocky auch mit Regie führte, relativ simpel ab. Der Rapper macht mit seiner punkigen Garagenband Krawall in einer suburbanen Nachbarschaft, die von Ryder gespielte Nachbarin ist entzückt von Rocky und seinen Jungs, was natürlich ihrem übermaskulinisiert dargestellten Ehemann besonders missfällt, der zunächst einmal die ganze Bande verprügelt und dann auch noch verhaften lässt.

Textlich handelt es sich um den Versuch, einen Lovesong zu schreiben. 'Versuch' deswegen, weil die Lyrics sehr einfach, teilweise fast schon generisch gehalten sind: "I thought I fell in love, I thought she felt it too / I thought we was in love, she just another fluke", was Rocky gegen Ende des Songs aber auch selbst zugibt: "Tell me how I'm supposed to write love song / But I don't even like them sung." Interessant wird es aber mit der Zeile: "She don't even wanna be my wife no more / Fuck it, man, life goes on." Natürlich könnte man jetzt davon ausgehen, dass der Songtext einfach für sich steht, trotzdem ist es schwer, bei solch einer Zeile nicht zu spekulieren, dass es hinter den Kulissen möglicherweise mit Ehefrau Rihanna kracht.

Davon abgesehen erschließt sich aus diesem Titel noch nicht viel über das kommende Projekt des New Yorkers, auch ob dieser Titel das einzige Genre-Experiment auf der Platte bleibt. Bei der Aufmachung des Videos denke ich gerne an das vor paar Jahren erschienene "Babushka Boi" zurück, was videotechnisch noch durchgedrehter war und zumindest mir mit seinem Dirty-South-Cowbell-Sound geschmacklich mehr liegt.

Das Album "Don't Be Dumb" erscheint am 16.01.

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