Roy Ayers Ubiquity - "Everybody Loves The Sunshine"
Roy Ayers hatte seine Karriere im Bebop begonnen, er entstammte eigentlich dem Jazz. Mitte der 1970er Jahre jedoch glitt er mehr und mehr und immer tiefer in R'n'B- und Soul-Gefilde. Spätestens mit "Everybody Loves The Sunshine" war diese Transformation vollzogen. Hier legt er das Fundament für seinen späteren Ehrentitel "Godfather of Neo-Soul". Wenn später Kollegen wie D'Angelo oder Robert Glasper seine Songs covern, schließen sich gleich mehrere musikalische Kreise.
Ob er vor der Namensgebung seiner Formation Roy Ayers Ubiquity in eine Kristallkugel gelinst hat? Wir wissen es nicht, wohl aber, dass der Vibraphonist, Komponist und Produzent Dekaden später wahrhaftig nahezu allgegenwärtig ist: Er zählt zu den meistgesampleten Artists im Hip Hop überhaupt. Die Datenbank Who Sampled verzeichnet allein für den Titeltrack dieses Albums Hunderte Einträge, unter anderem bedienten sich hier so Nonames wie Tupac Shakur, Dr. Dre, J. Cole, Mary J. Blige, Joey Bada$, Logic, Common, Scarface ... es stimmt offenbar: everybody loves the sunshine. Kein Wunder, eigentlich: Treffender als mit diesen träge schwebenden Chören hat kaum jemand das Gefühl "Hochsommer in New York City" musikalisch auf den Punkt gebracht.
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