Ghostface Killah - "Fishscale"
Es ist immer wieder schön, wenn Leute, die ihr Maul allzu weit aufgerissen haben, eins draufkriegen. Auch, wenn der Angeber/Schellenempfänger in diesem Fall RZA heißt und sonst oft Recht hat. Mit der Behauptung, Ghostface Killah klinge nur auf seinen Beats wirklich gut, lag er jedenfalls eineinhalb Lichtjahre daneben. Mindestens. Die Produktionen auf "Fishscale" stammen unter anderem von Just Blaze, Pete Rock, dem seligen J Dilla, von Ghost selbst und (die besten!) von MF DOOM, und Toney Starks klingt auf einer nach der anderen hungrig, gierig, energisch, witzig, schlicht: Er klingt fantastisch. Zudem haben die aberwitzigen Storys, die er vom Stapel lässt, teils Drehbuch-Qualität.
Kein Wunder, feierten seinerzeit nicht nur wir dieses Album. Auch der gestrenge Kollege Robert Christgau von der Village Voice fand nichts als lobende Worte dafür: Als "jeder Biggie- oder Wu-Platte ebenbürtig" pries er "Fishscale", rühmte Ghosts Geschichten als "so lebendig, brutal und durchdacht wie jeder Film Noir", und der "kraftvolle, soulige, Sample-basierte Groove" erinnere ihn mit seiner "kreischenden Intensität" an Public Enemys "It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back". Wahrlich nicht die schlechtesten Referenzen. Dass Ghostface im selben Jahr noch "More Fish" in petto hatte: macht ü-ber-haupt nichts ... was kostet der eigentlich?
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