Der Schlagzeuger, Teil des Producer-Teams Sly & Robbie und Miterfinder des "Rockers"-Beats, starb zuhause in Kingston im Schlaf.
Kingston (ebi) - Lowell 'Sly' Dunbar ist tot. Die Reggae-Größe starb gestern in seinem Zuhause in Kingston, Jamaika. Dunbars Ehefrau Thelma bestätigte den Tod des Musikers jamaikanischen Medien gegenüber. Der Schlagzeuger sei im Schlaf gestorben, sie habe ihn morgens wecken wollen, Sly habe aber nicht mehr reagiert. Er wurde 73 Jahre alt. Dunbar litt Medienberichten zufolge schon länger unter gesundheitlichen Problemen und war auch im Ausland behandelt worden. Nähere Informationen gibt es nicht. Für seine Frau kam sein Tod dennoch überraschend.
Mit ihren Rhythmuspatterns und Produktionen prägten Schlagzeuger Sly Dunbar und Bassist Robbie Shakespeare als Sly & Robbie seit den Siebziger Jahren den Sound von Reggae und Dancehall, aber auch Popmusik wie kaum ein anderes Duo. Ihre Aufnahmen gehen in die Zehntausende.
Die beiden Grammy-gekürten Musiker, Sly begann seine Karriere in den Sechzigern, kollaborierten im Laufe der Jahrzehnte mit Grace Jones ("Nightclubbing", 1981)" Bob Dylan, Simply Red, Black Uhuru ("Anthem", 1983), Peter Tosh, Madonna ("Erotica", 1992), den Fugees ("The Score", 1996) und unzähligen anderen.
Den Reggae beeinflussten Sly & Robbie besonders durch ihren sogenannten "Rockers"-Beat, eine Weiterentwicklung des traditionellen "One Drop"-Beats. Dunbars kongenialer Partner Shakespeare war bereits 2021 in einem Krankenhaus in Florida gestorben.

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