Das Straßenrap-Phänomen verbündet sich mit dem Producer-Duett für einen wuchtigen Trap-Banger.
Frankfurt (dml) - "Die Koksseuche bricht aus, was los, Leute?" Die Hook des neuen Tracks "Syndrom Stockholm" fängt erneut den roten Faden, oder besser gesagt, die weiße Line ein, die sich durch Aykut Anhans Kunst und Lebensgeschichte zieht. Für den Beat holt sich Haftbefehl das aus den Producern Alexis Troy und Minhtendo bestehende Duo Oddworld ins Boot.
Schenkt man dem Ende der im letzten Oktober auf Netflix erschienenen, kontrovers diskutierten Haftbefehl-Doku Glauben, hat der aus Offenbach am Main stammende Rapper abseits seiner Lyrics dem weißen Puder scheinbar endgültig abgesagt, nachdem ihn sein Bruder Capo in eine Klinik in Istanbul einweisen ließ. Außerhalb der Doku versteckt er sein durch den Kokainkonsum gezeichnetes Gesicht und seine eingebrochene Nase hinter einer Skimaske, wie auch im neuen Musikvideo zu sehen ist.
Man merkt dem Track tatsächlich an, dass sich Hafti gut erholt haben muss. Er steuert dem Oddworld-Beat aggressive und energievolle Vocals bei. Thematisch serviert uns Aykut die klassische Straßenrap-Kost. Auch wieder dabei: Die für ihn so markante Aufzählung von Städtenamen: "Herkunft Zaza so wie Veysel aus Essen, Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Kanacken aus Hessen". Konzeptionell also nichts neues. Es weist starke Parallelen zur Ära des "Weissen Albums" und "Schwarzen Albums" auf mit Erinnerungen an Bretter wie "RADW" oder "Conan X Xenia".
"Syndrom Stockholm" ist nicht die erste Kollaboration des Azzlackz-Chefs mit Oddworld. Bereits im letzten November veröffentlichten sie zusammen das sehr emotionale Stück "Dünya Garib", auf dem Baba Haft zum ersten Mal komplett auf türkisch sang.









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