Seinem Schuldeingeständnis folgte nun das Urteil. Schon vor dem aktuellen Verfahren war der US-Rapper wegen eines Sexualdelikts verurteilt worden und hatte mehrere Jahre im Gefängnis verbracht.
Louisiana (map) - US-Rapper Mystikal (bürgerlich Michael Tyler) ist zu einer 20-jährigen Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er sich einer Vergewaltigung schuldig bekannt hat. Das Urteil wurde am 16. Juni in Louisiana gefällt und beendete ein Strafverfahren, das auf einen Vorfall aus dem Jahr 2022 zurückgeht.
Vor Gericht schilderte das Opfer die Geschehnisse. Die Frau erklärte, Tyler habe sie in seinem Wohnhaus geschlagen, ihr Braids ausgerissen und sie vergewaltigt. Sie forderte den Richter auf, die höchstmögliche Strafe zu verhängen. Der Rapper erklärte daraufhin vor Gericht: "Wenn ich das getan habe, verdiene ich die Höchststrafe."
Nach seiner Festnahme im Jahr 2022 war Tyler zunächst wegen Vergewaltigung ersten Grades sowie weiterer Delikte angeklagt worden, darunter häusliche Gewalt, Freiheitsberaubung, Raub und Drogenbesitz. Zunächst plädierte er auf nicht schuldig. Kurz vor Prozessbeginn einigte er sich jedoch mit der Staatsanwaltschaft auf einen Deal und bekannte sich der Vergewaltigung dritten Grades schuldig. So umging er eine mögliche lebenslange Freiheitsstrafe, die bei einer Verurteilung wegen Vergewaltigung ersten Grades nach dem Recht des Bundesstaates Louisiana vorgesehen gewesen wäre.
Anders als in Deutschland, unterscheidet die Rechtslage in Amerika je nach Bundesstaat drei Schweregrade der Vergewaltigung. Maßgeblich sind dabei vor allem die konkreten Umstände der Tat und die Frage, ob und in welchem Umfang Gewalt angewendet wurde oder das Opfer hätte widersprechen können.
Wiederholungstäter
Mystikal war bereits mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Eine weitere Anklage wegen sexueller Nötigung aus dem Jahr 2017 wurde mangels Beweisen eingestellt. Zudem ist der Musiker seit einer Verurteilung wegen sexueller Nötigung und Erpressung im Jahr 2004 als lebenslanger Sexualstraftäter registriert. Damals erhielt er eine sechsjährige Haftstrafe und wurde 2010 entlassen.

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