Der CSD-Anschlag und logistische Probleme bringen den Zug der Liebe 2026 zum Stillstand – stattdessen unterstützt der Verein eine andere Demo. Dagegen findet "Rave the Planet" statt.

Berlin (map) - Der für den 29. August geplante "Zug der Liebe" wird in diesem Jahr nicht durch Berlin ziehen. Grund für die Absage ist vor allem die veränderte Sicherheitslage nach dem tragischen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day. Gleichzeitig erschwerten organisatorische Probleme die Vorbereitung der Techno-Demonstration.

"Es ist jetzt nicht die richtige Zeit, um auf der Straße zu feiern", sagte Veranstalter und Pressesprecher Jens Schwan am 29. Juli in der rbb24 Abendschau. Nach Angaben des "Zug der Liebe"-Vereins hätte die Veranstaltung unter den aktuellen Bedingungen nur mit deutlich verschärften Sicherheitsmaßnahmen stattfinden können – darunter Wegfahrsperren, umfassende Personenkontrollen und eine deutlich stärkere Polizeipräsenz. Das widerspreche dem Anspruch des Zug der Liebe, einen "unbeschwerten, angstfreien Raum des Protests" zu schaffen.

Die Techno-Demo findet seit 2015 statt und verbindet elektronische Musik mit politischen Themen wie Mitgefühl, Solidarität, sozialer Gerechtigkeit aber auch Klimaschutz und Verkehrswende. In den vergangenen Jahren kamen regelmäßig mehr als 10.000 Menschen.


Unterstützung der RAW-Demo

Auch logistisch lief die Planung nicht reibungslos: Durch Ausfälle fehlten zum Zeitpunkt der Absage 70 Prozent der bestellten LKW und damit auch die benötigte Technik. Zudem fehlten durch bürokratische Blockaden einzelne behördliche Genehmigungen. Statt des eigenen Zugs will der Verein nun eine Demonstration für den Erhalt des RAW-Geländes in Berlin-Friedrichshain unterstützen. Dafür sollen auch Fahrzeuge eingesetzt werden, die ursprünglich für den Zug der Liebe vorgesehen waren.

"Rave the Planet" findet statt

Die Berliner Techno-Demonstration "Rave The Planet" soll dagegen wie geplant am 15. August stattfinden. Die Veranstaltenden haben ihr Sicherheitskonzept nach eigenen Angaben angepasst und stehen mit den Behörden im Austausch. Eine Absage steht derzeit nicht im Raum.

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