Über 40 Jahre Pop mit vollem Körpereinsatz, 400 Millionen verkaufte Platten: Von einer New Yorker Tänzerin zur berühmtesten Musikerin des Planeten.

Konstanz (laut) - 1982 unterschreibt die 24-jährige New Yorker Tänzerin Madonna beim Punk-Label Sire Records, obwohl ihr Demotape weder nach den Ramones noch nach den Pretenders klingt. Zwei Jahre später ist "Like A Virgin" das erste Album einer Frau, das sich in Amerika über fünf Millionen Mal verkauft und fünf Platin-Auszeichnungen erhält. Es folgen zahlreiche musikalische Transformationen, das "Material Girl" aus Downtown reüssiert zur weltweit erfolgreichen Queen Of Pop. Ihr legendärer Instinkt für Provokation und wohl kalkuliertem Körpereinsatz, den sie über Jahrzehnte im Umgang mit Mode, Videos und öffentlichen Auftritten ausspielt, festigen ihr Standing als kulturelle Ikone.

Ihrer Grundformel aus Dance-Beats und (Synth-) Pop-Hooks bleibt Madonna über all die Jahre weitgehend treu, justiert jedoch immer an den wichtigen Stellschrauben, um Stagnation zu umschiffen. Dass sie dabei nicht nur den jeweils aktuellen musikalischen Zeitgeist abbildet, sondern diesem häufig voraus eilt, zählt zu ihren größten künstlerischen Errungenschaften. In den besten Momenten hechelt sie angesagten Trends nicht hinterher, sondern lenkt sie in neue Bahnen. Oder wie sie 2019 auf "Madame X" selbst feststellt: "I Don't Search I Find". Damit auch ihr die großen Madonna-Momente (wieder-) finden und genießen könnt, haben wir uns durch ihr reiches Ouevre gehört.

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In fünf Jahrzehnten hat Madonna viele Superstars kommen und gehen sehen, sie selbst hat sich behauptet - in einer nach wie vor von Männern dominierten Branche. 2026 erscheint ihr 15. Studioalbum "Confessions On A Dance Floor 2". "Die Leute sagen, ich sei umstritten. Aber ich glaube, das Umstrittenste, was ich je getan habe, ist es, weiter zu machen. Michael ist weg. Prince ist weg. Whitney ist weg. Amy Winehouse, David Bowie. Aber ich bin noch da", befand sie 2016.

Also macht sie weiter: Nach Kollabos mit Designern wie Jean-Paul Gaultier, Fotografen wie Herb Ritts, Regisseurinnen wie Mary Lambert oder Kolleginnen wie Björk begrüßt sie 2026 Sabrina Carpenter für einen Album-Track an ihrer Seite. Ein James-Bond-Theme hat sie ebenfalls schon eingespielt ("Die Another Day"), zum Lebenswerk fehlt da eigentlich nur noch ein Biopic. Seit 2020 arbeitete sie daran, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit Universal liegt es nun aber auf Eis. Und das obwohl sie den Film aus Kostengründen sogar nach Serbien verlegte. Aber irgendwann ist eben Schluss, und das aus gutem Grund: "Ich habe ein außergewöhnliches Leben, deshalb braucht es ein großes Budget", kommentierte Madonna das Ende des Projekts. Doch wer sie kennt weiß: Fortsetzung folgt.

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Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur) Madonna,  | © Live Nation (Fotograf: Kevin Mazur)

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9 Kommentare, davon 7 auf Unterseiten

  • Vor 9 Tagen

    Ja, ich denke schon, bei Madonna ging es sehr viel immer um sexuelle Selbstbestimmung und eine daraus resultierende Fragestellung: was genau möchten wir als Kollektiv eigentlich diskutieren? Was bleibt im Verborgenen und was soll an die Oberfläche? Menschliche Emotionen und Gelüste mit Kalkül verpackt, bühnentechnisch so zu inszenieren, dass selbst der ansässige Kommissar ins Schwitzen gerät, ist vielleicht gar kein Talent per se, sondern viel mehr die Verbindlichkeit aus gesellschaftlichen Anforderungen, deren Schrei bisher zu leise war und gleichzeitig mit zu wenig Kontur sein Dasein Fristen musste. Einfach eine künstlerische Zweckmäßigkeit, die auch durch ihr fortschreitendes italienisch-stämmiges Alter niemals aufzuhalten war. Für mich bedeutet das jedenfalls ganz klar: Freiheit, trotz oder gerade wegen Ehrgeiz.

  • Vor 5 Tagen

    Danke für dieses Ranking. Kenne sehr wenig von ihr und hab mal mit Music angefangen, bin hooked mit dont tell me. Das slapt ordentlich.