Der 1930 in Harlem, New York geborene Tenorsaxophonist zählt zu den wichtigsten Protagonisten der Jazzgeschichte.
Woodstock (ebi) - Sonny Rollins ist tot. Er starb gestern zuhause in Woodstock, New York im Alter von 95 Jahren. Der 1930 in Harlem geborene Tenorsaxophonist zählt zu den wichtigsten Jazzmusikern des 20. Jahrhunderts. "In tiefer Trauer und mit großer Liebe geben wir den Tod von Sonny Rollins bekannt", heißt es auf seiner Facebookseite.
Das Posting schließt mit einem Zitat des Musikers: "Ich glaube, wenn das Leben eines kreativen Menschen endet, lebt er in der nächsten Existenz weiter. Ich gehöre zu den Menschen, die glauben, dass dieses Leben nicht das A und O von allem ist. Ein spiritueller Mensch empfindet das nicht so." Eine Todesursache wurde nicht bekannt.
Medienberichten zufolge kämpfte der als Theodore Walter Rollins geborene Musiker schon seit etlichen Jahren mit gesundheitlichen Problemen. So zwangen ihn eine Lungenfibrose in den Ruhestand. Sein letztes Konzert spielte Rollins 2012. Seiner Agentin zufolge konnte er seit Jahren kaum mehr das Haus verlassen.
Von Miles Davis bis zu den Stones
Rollins gilt als einer der wichtigsten Saxophonisten der Jazzgeschichte und war besonders für seine melodisch geprägten und strukturiert entwickelten Improvisationen bekannt. Er wird Stilrichtungen wie Hard Bop und Post Bop zugeordnet und spielte u.a. mit Miles Davis, Thelonious Monk, John Coltrane oder Max Roach.
Im Laufe seiner Karriere veröffentlichte er über 60 Alben und gewann drei Grammys. Zwischenzeitlich zog er sich immer wieder bewusst aus der Öffentlichkeit zurück, um sein Spiel weiterzuentwickeln. Zu Rollins bekanntesten Stücken gehören "St. Thomas", "Oleo" und "Doxy", die alle in den 1950er-Jahren veröffentlicht und zu Jazzstandards wurden.
Miles Davis bezeichnet Rollins einmal als den "größten Tenorsaxophonisten aller Zeiten". Sein Spiel ist auch auf dem 1981 releasten Album "Tattoo You" von den Rolling Stones zu hören.

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