Das Gründungsmitglied der in Florida gegründeten Pop-Punk-Band erlag seiner schweren Krebserkrankung.
Kalifornien (ebi) - Chad Gilbert ist tot. Der Leadgitarrist und Songwriter der US-Pop-Punk-Band New Found Glory sei gestern Morgen nach langer Krankheit im Schlaf gestorben, teilte seine Familie mit. 2021 war dem Musiker ein aggressiver Nebennierenkrebs diagnostiziert worden. Nach schweren Operationen galt er erst als krebsfrei, bevor im selben Jahr erneut ein Tumor an der Wirbelsäule entfernt werden musste. In diesem Jahr diagnostizierten ihm die Ärzte dann nach einem Zusammenbruch mehrere Hirntumore.
Noch im Juni auf der Bühne
Trotz seiner schweren gesundheitlichen Probleme blieb Gilbert weiter musikalisch aktiv, zuletzt veröffentlichten New Found Glory im vergangenen Februar ihr 14. Studioalbum "Listen Up!". Noch im Juni absolvierte der Gitarrist nach seiner Hirn-OP einen Gig im Sitzen. Er hinterlässt seine Frau, die Musikerin Lina Cimorelli, und die gemeinsame fünfjährige Tochter.
Gilberts Bandkollegen teilten ein Statement von Gilberts Frau und verabschiedeten sich auf Instagram: "Chads Gitarrenspiel, sein Songwriting, sein Humor und sein unermüdlicher Tatendrang haben New Found Glory fast drei Jahrzehnte lang geprägt. Auch wenn wir über seinen Verlust zutiefst erschüttert sind, sind wir doch so dankbar für das unglaubliche Leben, das er gelebt hat, für die gemeinsamen Erinnerungen und die Brüderlichkeit, die wir geteilt haben", schrieben sie.
Gilbert hatte New Found Glory 1997 gemeinsam mit Ian Grushka (Bass), Steve Klein (Gitarre), Jordan Pundik (Gesang) und Cyrus Bolooki (Schlagzeug) gegründet. In den Nullerjahren siedelte die Band nach Kalifornien über. 2002 gelang mit dem dritten Studioalbum "Sticks And Stones" der Durchbruch. Gilbert arbeitete im Lauf seiner seiner Musikerkarriere auch erfolgreich als Producer u.a. für Bands wie A Day To Remember.

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